München – Bei Dauerhusten sollte bereits nach zwei Wochen der Rat eines Facharztes eingeholt werden, um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen. Denn dahinter können eine Lungenentzündung, Allergien oder Asthma stecken, wie die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) mitteilt. Auch Reizhusten müsse unbedingt behandelt werden.
„Husten ist an sich kein Grund zur Sorge, sondern signalisiert, dass der Körper sich gegen eingedrungene Fremdkörper – zum Beispiel Krankheitserreger oder Schadstoffe wehrt“, erklärte DGP-Präsident Dieter Köhler. Ein an sich normaler Husten könne sich aber verselbstständigen und zu einem quälenden, unproduktiven Reizhusten werden. Ein solcher Husten überlastet die Schleimhaut der Bronchien mechanisch und kann sie verletzen. Ein Teufelskreis kann die Folge sein: Das wiederholte Husten reizt die Schleimhäute immer weiter, was noch mehr Hustenreiz auslöst. Gegen Reizhusten helfen der Mitteilung zufolge Inhalieren sowie die Einnahme von Hustenblockern mit Codein oder anderen Medikamenten.
Reizhusten kann sich auch auf Grund von ungünstigen Wohnverhältnissen entwickeln: „Insbesondere verqualmte und überheizte Wohnungen zählen zu den größten Hustenauslösern“, erklärte Köhler. „Betroffene sollten deshalb für ein absolutes Rauchverbot in Innenräumen sorgen und die Räume regelmäßig lüften. Zur Befeuchtung sollten nur solche Luftbefeuchter verwendet werden, die bei Temperaturen um 70 Grad auch Bakterien abtöten können“, riet der Spezialist.
Hilfreich sind auch große Hydrokulturen, das Aufhängen von frisch gewaschener Wäsche oder angefeuchteten Handtüchern im Raum oder das Auflassen der Badezimmertür nach dem Duschen. Auch eine Absenkung der Raumluft unter 22 Grad kann die Luftfeuchte bereits deutlich erhöhen. Hustengeplagte sollten außerdem stets viel trinken, um ihre Schleimhäute feucht zu halten – wobei insbesondere Lindenblüten-, Salbei- und Malventee die Bildung einer schützenden, feuchten Schicht auf den Schleimhäuten unterstützen, erklärte Köhler.
http://www.lungenaerzte.im-netz.de/ (AP)
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