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Biokraftstoff als Chance für Entwicklungsländer

Brasilianischer Präsident begrüßt Perspektiven alternativer Energien – Mandelson warnt vor Umweltfolgen

AP
05.07.2007

Brüssel – Der vermehrte Einsatz von Biokraftstoffen kann nach Ansicht des brasilianischen Präsidenten Luiz Inacio Lula Da Silva die Schere zwischen reichen und armen Ländern schließen helfen. Entwicklungsländer hätten nun die Chance, Energie zu produzieren, sagte er auf einer Konferenz zu Biokraftstoffen, die am Donnerstag in Brüssel eröffnet wurde.

„Indem wir Ungleichgewichte reduzieren, vermeiden wir potenzielle Konflikte“, sagte der brasilianische Präsident. EU-Kommissar Peter Mandelson mahnte, die Europäische Union dürfe nicht zulassen, dass der Klimaschutz in den Industriestaaten zu einer Umweltkatastrophe in den Entwicklungsländern führe. Die verstärkte Nutzung umweltfreundlicher Biomasse dürfe beispielsweise nicht zur Abholzung tropischer Regenwälder führen.

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union wollen bis 2020 zehn Prozent ihres Kraftstoffbedarfs für Fahrzeuge mit Ethanol abdecken. Ziel ist es, vom importierten Erdöl unabhängiger zu werden und zugleich den Kohlendioxidausstoß zu drosseln. Mandelson verwies jedoch auf die damit verbundenen Gefahren: Es wäre fatal, wenn das Ethanol für die Europäer nur dadurch gewonnen werden könnte, dass Flächen für die Nahrungsmittelproduktion verloren gingen und Regenwälder vernichtet würden. (AP)

 

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