Berlin – Gegen Privatisierung im Bildungswesen und für die Umsetzung der „globalen Bildungskampagne“ wollen sich deutsche Lehrerorganisationen auf einem internationalen Kongress Ende Juli in Berlin einsetzen. Ihre Vertreter stellten am Freitag in Berlin ihre Positionen dazu vor. Rund 1.600 Lehrer, Wissenschaftler und Bildungsgewerkschafter treffen sich vom 22. bis 26. Juli zum 5. Weltkongress der Bildungsinternationalen.
Der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Ulrich Thöne, sagte, der Kongress müsse ein deutliches Zeichen gegen Ausverkauf und Privatisierung des Bildungswesens setzen. „Wir brauchen weltweit den qualitativen und quantitativen Ausbau des öffentlich verantworteten und finanzierten Bildungswesens.“ Er appellierte an die Industrieländer, ihre in der Millenniumserklärung der Vereinten Nationen gegebene Zusage einzulösen, bis 2015 allen Kindern eine gebührenfreie und gute Grundausbildung zu ermöglichen. „Von diesem Ziel sind wir noch meilenweit entfernt“, bedauerte Thöne. 100 Millionen Kinder hätten weltweit keine Chance zur Schule zu gehen. Weltweit fehlten 18 Millionen Lehrer, um die „globale Bildungskampagne“ zu einer Erfolgsgeschichte zu machen. „Es ist höchste Zeit zu handeln“, sagte Thöne.
Der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung, Ludwig Eckinger, kritisierte, dass Ausgaben für Bildung in Deutschland nicht als Investitionen gelten. So könnten Gelder bei rückläufigen Schülerzahlen zur Haushaltssanierung abgezogen werden. Es sei nötig, dass Bildung als Investition ins Grundgesetz komme. Er habe sich mit diesem Anliegen an die Kommission zur Föderalismusreform gewandt.
http://www.ei-ie.org (AP)
Versicherung
Telefontarife
Finanzrechner 


