Moskau – Das russische Kabinett hat der Überstellung von mittelalterlichen Mosaikfenstern an die Marienkirche in Frankfurt an der Oder zugestimmt. Die Kunstwerke waren nach dem Zweiten Weltkrieg als Beutekunst in die Eremitage des damaligen Leningrad transportiert worden. Von den insgesamt 117 Mosaiktafeln gab Russland 2002 bereits 111 zurück, sechs Stück befinden sich derzeit noch im Moskauer Puschkin-Museum.
Wieso das Kabinett die sechs verbleibenden Tafeln erst am Donnerstag frei gab, war bei Bekanntwerden des Beschlusses am Freitag noch unklar. Die Vorlage muss nun noch vom Parlament gebilligt werden.
Die zwölf Meter hohen Fenster aus ursprünglich 117 Tafeln gelten als die einzige fast komplett erhaltene mittelalterliche Bilderbibel aus Glas. Historiker bezeichnen die Mosaike als unschätzbare Zeugnisse mittelalterlicher Kunst, sie wurden im 14. Jahrhundert angefertigt. Schon 1941 waren sie zum Schutz vor Kriegsschäden ausgebaut und ins Neue Palais im Park Sanssouci gebracht worden. 2002 kam der Schatz nach jahrelangen Verhandlungen nach Deutschland zurück, was damals als Durchbruch im Streit um die so genannte Beutekunst galt. (AP)
Was sind das für grüne Links?



Versicherung
Telefontarife
Finanzrechner 


