Caracas – Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat alle Beziehungen zu seinem kolumbianischen Kollegen Alvaro Uribe für abgebrochen erklärt. Solange Uribe Präsident im Nachbarland sei, werde er weder mit ihm noch mit seiner Regierung irgendeine Art von Beziehung unterhalten, sagte Chávez am Mittwoch.
Grund für das Zerwürfnis ist die Entscheidung der kolumbianischen Regierung, dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez das Mandat für eine Vermittlungsmission zur Befreiung der Geiseln zu entziehen, die von Guerilleros festgehalten werden. Kolumbien begründete den Beschluss damit, dass Chávez gegen eine Auflage der Regierung verstoßen habe, direkten Kontakt mit der Führung der Streitkräfte aufzunehmen.
Einen ähnlichen Zwist wie jetzt mit Uribe hatte Chávez Ende 2005 mit dem früheren mexikanischen Präsidenten Vicente Fox. Die Beziehungen wurden damals heruntergefahren, aber nicht endgültig abgebrochen. Am Dienstag hat Venezuela seinen Botschafter aus Kolumbien zurückgerufen. (AP)



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