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DEUTSCHE SOLDATEN IN AFGHANISTAN

Anschlag auf Bundeswehr in Afghanistan vereitelt

18 Tote bei Kämpfen und einem Anschlag im Osten des Landes

AP
21.05.2008

Deutsche ISAF Soldaten stehen in Mazar-e-Sharif, nördlich von Kabul. Bundeswehrsoldaten sind in Afghanistan offenbar nur knapp einem Anschlag entkommen. (AP Photo/File)

Berlin/Kabul – Bundeswehrsoldaten sind in Afghanistan offenbar nur knapp einem Anschlag entkommen. Wie das Verteidigungsministerium am Mittwoch in Berlin bestätigte, wurden in der Nähe des Stützpunkts Masar-i-Sharif vergangene Woche zwei Männer festgenommen, die 300 Kilogramm Sprengstoff in ein Auto geladen hatten. Ziel der beiden sei der ISAF-Stützpunkt in Masar-i-Sharif gewesen, wo 80 Prozent der Truppen Deutsche sind.

Wie N24 und Sat.1 meldeten, handelt es sich bei den Festgenommenen um einen Tadschiken und einen Pakistaner, beide Anfang 20. Beide hätten gestanden. Sie hätten ausgesagt, dass sie „die Ungläubigen“ hätten töten wollen, um sie aus dem Land zu vertreiben. Der afghanische Geheimdienst habe die Männer schon länger im Visier gehabt.

Nach der Festnahme der Attentäter untersuchten dem Fernsehbericht zufolge Experten der Bundeswehr das Fahrzeug und fanden den Sprengstoff unter anderem in den Türen und im Fahrzeugboden. Die Ladung sei mit einem Fernzünder versehen gewesen. Die Sender zitieren einen Bundeswehroffizier mit den Worten: „Wir haben selten so etwas Professionelles erlebt.“

Schwere Gefechte und eine Explosion forderten unterdessen im Osten des Landes 18 Menschenleben. Bei einer Explosion in der Provinz Ghasni kamen zwei NATO-Soldaten und ein Übersetzer ums Leben, ein weiterer Soldat wurde verletzt. Die NATO machte keine Angabe zur Nationalität der Opfer. In der benachbarten Provinz Zabul wurden bei einem drei Stunden andauernden Gefecht zwischen Streitkräften und Aufständischen ein Soldat und 14 Rebellen getötet. Sechs der mutmaßlichen Aufständischen seien Araber gewesen, erklärten die afghanischen Behörden. (AP)

 

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