Pflegeversicherung, Pflegedienste, Pflegekasse, Pflegegeld, Pflegeheim
English Français Español Svenska Česky 中文 Русский weitere Sprachen

China Dossiers

Sonderthemen

Artikel versenden | Leserbrief | Druckversion | Newsfeed

GLEICHGEWICHTSÜBUNGEN FÜR SENIOREN

Training senkt Sturzgefahr bei gestörtem Gleichgewicht

Informationsverarbeitung im Gehirn wird verbessert

AP
24.04.2009

Halle – Patienten mit Gleichgewichtserkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für Stürze und Verletzungen. Dass ein gezieltes körperliches Training diese Gefährdung deutlich reduziert, zeigt eine Studie der Universität Halle.

Grundsätzlich steuern vier Systeme die Balance eines Menschen: Zwei Gleichgewichtsorgane im Innenohr, das Sehen, die Körperwahrnehmung und die Informationsverarbeitung im Gehirn. Fällt eines der Gleichgewichtsorgane im Innenohr aus, leiden Menschen unter Übelkeit und Drehschwindel mit erhöhtem Sturzrisiko. Die Ursache der Erkrankung ist weitgehend unbekannt, eine wirksame Therapie gibt es nicht.

„Bei einer Schädigung des Gleichgewichtsorgans müssen die drei intakten Systeme idealerweise die Funktion des ausgefallenen Organs übernehmen“, sagt der Sportwissenschaftler Andreas Lauenroth aus Halle. Ein bewegungstherapeutisches Rehabilitationsprogramm kann die drei intakten Systeme der Untersuchung zufolge so sensibilisieren, dass die Patienten die alte Standsicherheit zurückerlangen.

In der 15-wöchigen Studie absolvierten die Patienten unter Anleitung eines Sporttherapeuten 30 halbstündige Trainingseinheiten, die in zwei Phasen unterteilt wurden. In der ersten Phase trainierten sie auf einem Luftkissen, das unsichere Situationen simulieren sollte. Danach übten sie in einem dreidimensionalen Rad, um das ausgefallene Gleichgewichtsorgan zu reizen. „Das betroffene System sollte in der zweiten Phase so stimuliert werden, dass es langsam wieder zu seiner Funktion zurückfindet“, erklärt Lauenroth.

Die Therapie ermöglichte zwar keine Regeneration des erkrankten Gleichgewichtsorgans, verbesserte aber die Standsicherheit und senkte die Sturzgefahr. Grund dafür ist der Universität zufolge die verbesserte Verarbeitung von Informationen im Gehirn. (AP)

 

Bookmark setzen:   Twitter Webnews yigg Tausendreporter Wikio BlinkList Mister Wong


 

Was sind das für grüne Links?