Die Nacht ist still. Abgesehen von schmatzenden und schnaufenden Geräuschen. Was ist denn das? Na klar: ein Igel, der schnüffelnd nach etwas Fressbarem sucht!
Was wir jedoch meistens nicht hören, ist, wenn der Igel unsere Hilfe bräuchte. Die größten Gefahren für Igel sind allerdings keine anderen Tiere, die ihn fressen wollen, sondern tatsächlich der Mensch, der ihm manchmal unbewusst Fallen stellt. Sie selbst würden einem süßen Igel nie etwas antun, denken Sie jetzt vielleicht. Doch ganz sicher haben sogar manche erklärten Tierliebhaber einen Igel das Wohl oder sogar das Leben gekostet - aus Unwissenheit und Unachtsamkeit. Selbstverständlich zum einen, da Menschen Autos fahren - hunderttausende Igel kommen jährlich auf deutschen Straßen um. Doch viele Gefahren drohen dem Igel, der zum Wildtier des Jahres 2009 gekürt wurde, auch im Garten und am Haus. Etwa, wenn er in den Gartenteich geplumpst ist und die Beckenränder für ihn zu steil sind, um wieder heraus zu kommen. Und wer hat bei der letzten Gartenparty daran gedacht, dass ein Igelkind in den herumliegenden Drahtverschluss eines Sektkorkens hinein laufen kann und es das Gestell dann nicht wieder loswird, weil seine Stacheln es wie Widerhaken festhalten? Es kommt vor, dass ein junger Igel in so ein Geflecht hineingewachsen ist und der Draht ihm dabei tiefe Wunden ins Fleisch schnitt, bis der arme Kerl gefunden und daraus befreit wurde.
Auch Becher, Bindfäden und Netze sehen in unseren Augen nicht gefährlich aus. Wenn wir uns aber vor Augen führen, wie es sich mit kurzen Beinen und einem Stachelkleid leben mag, heben wir solche Dinge auf und können dem Igel viel Leid ersparen.
Erschienen in The Epoch Times Deutschland Nr. 19/09



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