Berlin/Bayreuth – Die Sanierung von Richard Wagners Haus Wahnfried in Bayreuth wird vom Bund mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II gefördert. Der Bundestag werde daraus 500.000 Euro zur Verfügung stellen, teilte die CDU/CSU-Fraktion am Donnerstag mit. Der bayerische Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP) kritisierte: „Das ist keine Erfolgsmeldung, sondern ein Armutszeugnis.“
Die notwendige Sanierung der Villa, in dem das Richard-Wagner-Museum und das Archiv des Komponisten untergebracht sind, koste etwa zwölf Millionen Euro. Alle Träger der Richard-Wagner-Stiftung einschließlich dem Bund, dem Land Bayern, der Stadt Bayreuth und dem Regierungsbezirk Oberfranken müssten sich „mit nennenswerten Summen engagieren“, forderte Heubisch in München. Wieviel Bayern zahle, werde noch geprüft.
Museumsleiter Sven Friedrich sagte der Nachrichtenagentur AP, neben der Sanierung sei die Neugestaltung des Innenbereiches geplant. Die Besucher sollten künftig einen authentischen Einblick in die Lebens- und Arbeitswelt des Komponisten erhalten. In einem neuen Gebäude soll erstmals eine eigene Ausstellung über die Rolle der Familie Wager im Dritten Reich untergebracht werde. Noch für dieses Jahr sei ein Architekturwettbewerb geplant. Mit den Sanierungsarbeiten könnte nach den Festspielen 2010 begonnen werden, sagte Friedrich. (AP)
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