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LIEBLINGSPLÄTZE

Fluchtpunkt Aleppo: Eintauchen in den alten Orient

Orte, an denen die Seele baumelt
Bernd Kregel / Gastautor
02.10.2009

Schmaler Aufgang zur mächtigen Zitadelle von Aleppo. (Bernd Kregel)

Am Schnittpunkt der legendären Seidenstraße mit der antiken Weihrauchstraße und auf halber Höhe zwischen Euphrat und Mittelmeer liegt die Stadt Aleppo. Als einstige Brücke zwischen Orient und Okzident und heute noch eine der schönsten orientalischen Städte, übt die Altstadt der syrischen Metropole eine ungeheure Anziehungskraft auf mich aus.

Denn hinter dem Antiochia-Tor an der westlichen Stadtmauer beginnt die aufregende Welt des alten Orients mit ihren exotischen Gerüchen, bunten Farben und verwirrenden Geräuschen. Eselskarren bahnen sich klappernd ihren Weg durch die engen Gassen, und Händler sitzen erwartungsvoll in ihren Ladeneingängen und warten bei einem Glas Tee auf Kundschaft.

Wasserverkäufer auf dem orientalischen Basar. (Bernd Kregel)

Immer weiter taste ich mich vor in den labyrinthischen „Bauch von Aleppo", mit zwölf Kilometern verwinkelter Straßen und Gässchen der größte Basar der Welt, in dem man schnell die Orientierung verlieren kann. Vorbei geht es an Goldschmiedeläden und orientalischen Bädern, an verführerischen Feinkostläden und Cafés. Von geschäftiger Aufdringlichkeit jedoch findet sich hier keine Spur - ein weit in die Vergangenheit zurückreichender Verhaltenskodex mit Vorbildcharakter für andere orientalische Märkte.

In östlicher Richtung öffnet sich schließlich ein freier Platz, über dem hinter einem tiefen Ringgraben wehrhaft die mächtige Zitadelle der Stadt thront, eine der stärksten Befestigungsanlagen des Orients. Der steile Aufstieg wird belohnt mit einem wundervollen Ausblick über die gesamte Altstadt, über die Kuppeln und Minarette der Moscheen, über die engen Gassen und die geräumigen Innenhöfe der einstigen Karawansereien. Ein begeisternder Standort, an dem der Wunsch heranreift, möglichst schnell wieder hierher zurückzukehren.

 

Nicht alle touristischen Ziele sind in der Erinnerung gleichrangig. Besonders bleiben die Orte in der Erinnerung haften, die auf irgendeine Weise auch die Seele des Reisenden erreicht haben - Orte des Wohlfühlens und des persönlichen Erlebens.

In der Reihe Lieblingsplätze - Orte, an denen die Seele baumelt - stellt unser Autor Bernd Kregel in lockerer Folge solche Orte des positiven Erinnerns vor.

01.   Piazza San Marco, Venedig / Italien

02.   Kathedralenplatz, Santiago de Compostela / Spanien

03.   Montmartre, Paris / Frankreich

04.   Münsterkreuzgang, Bonn / Nordrhein-Westfalen

05.   Ohlsdorfer Parkfriedhof, Hamburg

06.   Suomenlinna, Helsinki / Finnland

07.   Askona, Lago Maggiore / Italien

08.   Oriental, Bangkok / Thailand

09.   Santorin, Ägäis / Griechenland

10.   Piazza Navona, Rom / Italien

11.   Four Seasons Hotel, Amman /Jordanien

12.   Puente la Reina, Navarra / Spanien

13.   Dubrovnik, Adria / Kroatien

14.   Aleppo / Syrien

 

 

 

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