Jerusalem – Wegen eines Mangels an Baustoffen errichten die Vereinten Nationen im Gazastreifen Lehmhäuser für Palästinenser, die wegen des Kriegs mit Israel zu Beginn des Jahres obdachlos geworden sind. Das erste Lehmhaus wurde am Samstag an Madschid Athamneh und seine Familie übergeben, deren Wohnhaus während des Kriegs im Januar zerstört worden war. Die UN wollen rund 120 Lehmhäuser errichten, weil es wegen der israelischen Blockade des Gazastreifens an Baumaterialien mangelt, wie der UNWRA-Chef in Gaza, John Ging, sagte.
Rund 1.000 Menschen, die nicht bei Angehörigen unterkommen konnten, leben demnach immer noch in Zelten. „Ein Lehmhaus ist immer noch besser als ein Zelt“, sagte Ging. Dies sei keine Lösung für den Wiederaufbau des Gazastreifens, vielmehr zeige es, wie verzweifelt die Lage vieler Menschen ein Jahr nach dem Krieg immer noch sei. Israel begründet die Weigerung, Baumaterialien in den Gazastreifen durchzulassen, damit, dass die dort regierende radikalislamische Hamas die Baustoffe zur Herstellung von Waffen oder zur Verstärkung ihrer Militäreinrichtungen nutzen könnte. Garantien von UN-Vertretern, dass die Rohstoffe nur zum Wiederaufbau genutzt werden, will Israel laut UN nicht akzeptieren. (AP)



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