Peking (apn) Die chinesische Regierung hat US-Präsident Barack Obama vor einem Treffen mit dem Dalai Lama gewarnt. Eine derartige Zusammenkunft würde das Fundament der chinesisch-amerikanischen Beziehungen schwer beschädigen, erklärte am Dienstag Zhu Weigun, der Leiter der für Tibet-Gespräche zuständigen Regierungsbehörde. Er fügte hinzu, bei den jüngsten Gesprächen zwischen der chinesischen Regierung und Abgesandten des Dalai Lamas habe es keine Fortschritte gegeben.
Die Warnung an Obamas Adresse erfolgte, nachdem Regierungsvertreter in Washington in den vergangenen Wochen signalisiert haben, dass es demnächst ein Treffen des US-Präsidenten mit dem im Exil lebenden geistlichen Oberhaupt der Tibeter geben könnte. Die chinesische Regierung will ein solches Treffen vor der für April erwarteten Reise von Präsident Hu Jintao nach Washington unbedingt verhindern.
Das Verhältnis zwischen Washington und Peking hat sich in letzter Zeit ohnehin sehr abgekühlt. Am Wochenende drohte China den USA wegen eines milliardenschweren Waffengeschäfts mit Taiwan Sanktionen an. Das Pentagon hatte das geplante Rüstungsgeschäft am Freitag offiziell bestätigt. Taiwan erhält demnach unter anderem 114 Patriot-Raketen und 60 Kampfhubschrauber.
Die Lieferung ist Teil eines elf Milliarden Dollar schweren Abkommens zwischen Taiwan und dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush aus dem Jahr 2001. Aus politischen und wirtschaftlichen Erwägungen wurde es gestückelt. China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz. (AP)



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