Adelaide (apn) Der Streit zwischen japanischen Walfängern und internationalen Tierschützern in der Antarktis geht in eine neue Runde. Die Walfänger warfen der Sea Shepherd Conservation Society vor, ihre Schiffsbesatzung mit Buttersäure attackiert zu haben. Dadurch hätten mehrere Seeleute Verätzungen im Gesicht erlitten. Sea Shepherd hielt dem am Samstag entgegen, die Verletzungen stammten von dem Pfefferspray der Walfänger selbst. Dieses sei gegen die Tierschützer gerichtet gewesen, vom heftigen Wind jedoch zurückgeblasen worden.
Zum Beweis dieser These verwies Paul Watson, der Kapitän des Sea-Shepherd-Schiffs „Steve Irwin“, auf ein Video. Dieses zeige den Vorfall ganz genau, erklärte der Tierschutzaktivist. Man könne sehen, wie die Mannschaft des Walfangschiffes nach ihrem eigenen Pfefferspray-Angriff zurückschrecke und sich die Augen reibe. Es war das erste Mal in dieser Saison, dass Walfänger über Verletzungen seitens der Tierschützer klagten. Zuvor war es bereits zu zwei Schiffskollisionen gekommen, wofür beide Seiten sich gegenseitig verantwortlich machten.
Japan tötet – offiziell zu wissenschaftlichen Zwecken – jährlich etwa 1.200 Wale in der Antarktis. Tierschützer sowie mehrere Mitgliedsstaaten der Internationalen Walfangkommission (IWC) versuchen jedes Mal, dies zu verhindern. Sie werfen Tokio vor, unter dem Vorwand der Forschung kommerziellen Walfang zu betreiben. (AP)



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