Frankfurt/Main (apn) Die Deutsche Bahn hat ihre Entscheidung verteidigt, wegen des Sturmtiefs „Xynthia“ in der Hauptreisezeit am Sonntagabend den Zugverkehr in mehreren Bundesländern einzustellen. Die Firmenpolitik habe sich „als richtig und weitblickend erwiesen“, teilte das Unternehmen am frühen Montagmorgen mit. „Die Sicherheit unserer Passagiere und Mitarbeiter hatte zu jedem Zeitpunkt höchste Priorität.“ Bahnreisende müssen sich auch am Montag auf Behinderungen einstellen.
Nach Mitteilung des Unternehmen arbeiteten in der Nacht zum Montag Hunderte Mitarbeiter, die Folgen des Sturms zu minimieren und den Berufsverkehr zum Wochenbeginn verhältnismäßig stabil anlaufen zu lassen. „Dies ist in Teilen Deutschlands auch gelungen.“ Zumindest seien die Hauptstrecken befahrbar.
Behinderungen in NRW und Rheinland-Pfalz
Der Bahnverkehr wurde in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz am Sonntagabend weitgehend eingestellt. Tausende Fahrgäste saßen in Bahnhöfen fest. Alle Nachtreisezüge wurden gestrichen. Wegen aufgestauter Züge auf vielen Strecken rechnet das Staatsunternehmen für den Montag mit weiteren Behinderungen.
Nach Darstellung der Bahn startete der Berufsverkehr in Mitteldeutschland, Nordrhein-Westfalen und Frankfurt am Main stabil. Reisende müssen demnach aber unter anderem auf der S-Bahn-Linie zwischen Essen und Düsseldorf und auf der Trasse zwischen Koblenz und Trier mit Behinderungen rechnen.
Der Sturm fegte in Deutschland vor allem im Westen mit großer Kraft hinweg. Allein die nordrhein-westfälische Polizei berichtete fast von fast 5.000 wetterbedingten Einsätzen, die am Sonntag geleistet wurden. Zwei Menschen starben allein in dem Bundesland, 50 wurden verletzt. Viele Gebäude und Häuser wurden beschädigt. In Düren bei Köln stürzte ein Kirchturm ein. Mehrere Autobahnen wurden gesperrt. (AP)
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