Dublin (apn) Die irischen Behörden haben am Wochenende vier von sieben Verdächtigen in einem mutmaßlichen Mordkomplott islamischer Extremisten gegen den schwedischen Karikaturisten Lars Vilks freigelassen. Drei blieben zunächst in Untersuchungshaft.
Die sieben Personen – drei Algerier, ein Libyer, ein Palästinenser, ein Kroate und eine Amerikanerin – waren am vergangenen Dienstag in Irland verhaftet worden. Wenige Stunden zuvor hatten US-Behörden eine Terrorismus-Anklage gegen eine 46-jährige Amerikanerin aus Philadelphia veröffentlicht, die im Internet als „Dschihad Jane“ bekannt geworden ist.
Die in Irland freigelassene Amerikanerin wurde von der Mutter der Frau als die 31-jährige Jamie Paulin-Ramirez identifiziert. Die irischen Behörden machten keine Angaben zu Identität der Frau, die mit einem der Algerier in der Gruppe verheiratet sein soll. Paulin-Ramirez' Mutter Christine Mott sagte in Leadville/Colorado, sie sei von der US-Bundespolizei FBI über die Verhaftung ihrer Tochter informiert worden.
Mott sagte, ihre Tochter habe im vergangenen September mit ihrer Familie – dem algerischen Ehemann und ihrem sechsjährigen Sohn – Irland besucht. Die irische Polizei hat erklärt, „Dschihad Jane“ Colleen LaRose sei im September zwei Wochen in Irland gewesen und habe sich dort mit dem algerisch-amerikanischen Paar und anderen Verdächtigen getroffen.
Der Karikaturist Vilks hatte 2007 eine Zeichnung veröffentlich, die den Kopf des Propheten Mohammed auf dem Körper eines Hundes darstellt. Al Kaida setzte eine Prämie von 100.000 Dollar auf seine Ermordung aus.
Laut Anklage war LaRose bereit, eine Person zu töten und reiste dafür im August nach Europa. In ihrer Online-Konversation hieß es demnach, sie glaube, dass ihre blonden Haare und blauen Augen ihr dabei helfen würden, sich in Schweden frei zu bewegen und den Anschlag auszuführen. Sie sei bereit gewesen, eine Märtyrerin zu werden und sei ungeduldig gewesen, zur Tat zu schreiten, hieß es weiter. (AP)



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