Berlin (apn) Elf Tage nach dem spektakulären Raubüberfall auf ein Pokerturnier in Berlin sitzt der erste mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft. Ein 21-Jähriger hat sich der Polizei gestellt und im Beisein seines Anwalts gestanden, dass er zur Bande gehört, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch der Nachrichtenagentur DAPD bestätigte. Zum Verbleib der 242.000 Euro Beute, die im Grand Hyatt Hotel erbeutet wurde, schweige der Mann aber, ebenso wie über seine drei Komplizen.
Laut „Bild“-Zeitung sitzt der Mann bereits seit Montagabend in Untersuchungshaft. Die Polizei hat auch die übrigen Täter demnach angeblich längst im Visier. Ein Beamter sagte dem Blatt: „Wir wissen genau, wen wir suchen. Früher oder später gehen uns auch diese Typen ins Netz.“
Die vier bewaffneten und maskierten Täter hatten vor einer Woche das größte Pokerturnier Deutschlands in einem Luxushotel am Potsdamer Platz überfallen und 242.000 Euro erbeutet. Dabei hatten sie unter den rund 400 Teilnehmern eine Massenpanik ausgelöst. Sieben Menschen wurden leicht verletzt.
Die Täter waren mit Schusswaffen und Macheten zur Registratur gestürmt, wo die Spieler ihr Startgeld entrichteten und Geld in Pokerchips umtauschten. Bei der Flucht war es einem Wachmann kurzzeitig gelungen, einen der Täter zu überwältigen. Ein Praktikant konnte ihm einen Großteil der Beute entreißen. Doch ein Komplize befreite den Mann. Die Räuber flohen über den Potsdamer Platz.
Eine Woche später war bereits ein 28-jähriger Mann vorläufig festgenommen worden, der die Vorwürfe aber entkräften konnte. Nach Medienberichten war der Verdächtige 2004 an einem Überfall auf ein Berliner Kasino beteiligt. Er wurde deswegen zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. (AP)



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