Bayreuth (apn) Der aus Südafrika stammende Tenor Johan Botha hat am Mittwoch bei den Richard-Wagner-Festspielen in Bayreuth in der Partie des Siegmund der „Ring“-Oper „Die Walküre“ das Publikum begeistert: Der schwergewichtige 44-jährige Sänger, auf den Opernhäusern in aller Welt schon längst ein großer Name, erfüllte im Festspielhaus alle Erwartungen und wurde nach dem ersten und zweiten Akt mit Ovationen der Besucher bedacht. Zwar war es Bothas Bayreuther Debüt als Solist, doch hatte der mit seiner Familie in Wien lebende Sänger schon 1990 bei den Festspielen mitgewirkt, damals aber noch als ganz junges Chormitglied.
Ebenfalls gefeiert wurde die italienische Sopranistin Edith Haller, die erstmals in Bayreuth die Partie der Sieglinde in der „Walküre“ sang. Zusammen mit Botha bildete Haller ein so stimmgewaltiges Wälsungen-Paar, wie es die Festspiele seit langem nicht mehr erlebt haben. Die Sängerin tritt schon seit Jahren bei den Festspielen auf, bislang allerdings in kleineren Partien. 2010 ist sie außer als Sieglinde auch als Freia, Gutrune und Dritte Norn auf der Bühne zu sehen und zu hören. Besondere Sympathie beim Publikum sicherte sich die Italienerin, als sie sich nach dem ersten Akt der „Walküre“ demonstrativ bei der den Blicken verborgenen Souffleuse bedankte – diese Größe haben nicht alle Künstler.
Ein erneuter Triumph war die Aufführung auch für den „Ring“-Dirigenten Christian Thielemann, dessen musikalische Interpretation des vierteiligen Musikdramas von Wagner schon jetzt zu den Höhepunkten der 134-jährigen Festspielgeschichte gezählt wird. Die Inszenierung des „Rings“ von Tankred Dorst steht in diesem Jahr letztmals auf dem Programm. Erst 2013 wird es in Bayreuth eine Neuinszenierung von „Der Ring des Nibelungen“ geben, die Übernahme der Regie ist noch offen. (AP)
Was sind das für grüne Links?



Versicherung
Telefontarife
Finanzrechner 



