Erneuerbare Energie – Auch ausgeschaltete Drucker fressen massig Strom – DAPD
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Auch ausgeschaltete Drucker fressen massig Strom

DAPD

03.03.2008

Cebit 2008, nicht alles grün, was unter "green IT" dem Verbraucher untergejubelt wird, meint der BUND. (AP Photo/Joerg Sarbach)
Cebit 2008, nicht alles grün, was unter "green IT" dem Verbraucher untergejubelt wird, meint der BUND. (AP Photo/Joerg Sarbach)

Berlin – Stromfresser am Computer: Viele Tintenstrahldrucker ziehen selbst im ausgeschalteten Zustand noch massig Energie aus der Steckdose und eine Menge Geld aus dem Portemonnaie. Wie der Bund für Umwelt und Naturschutz am Montag berichtete, verursachen Stand-by-Verluste bei jedem vierten Gerät binnen zehn Jahren unnötige Stromkosten von 100 Euro oder mehr. Der Umweltverband forderte die Hersteller auf, veraltete Geräte mit hohem Stromverbrauch nicht mehr zu verkaufen.

Denn es gebe große Unterschiede. Der aus Sicht der Umweltschützer schlechteste Tintenstahldrucker verbraucht binnen zehn Jahren Strom für 144 Euro, davon mehr als 100 Euro im Stand-by oder im scheinbar ausgeschalteten Zustand. Das sparsamste vergleichbare Gerät der Firma Epson kommt im Durchschnitt mit einem Zehntel aus, nämlich Strom für nur 14 Euro, wie der BUND vorrechnete.

Einige Tintenstahldrucker mit Scanner und Kopierfunktion benötigen nach Darstellung der Umweltschützer im abgeschalteten Zustand noch mehr als fünf Watt Strom. Da im „Schein-Aus“ keine Kontrolllampe mehr leuchte, würden die Verbraucher über den Stromverbrauch getäuscht. Bei den besten Geräten liege der Verbrauch hingegen in ausgeschaltetem Zustand bei nur 0,2 Watt.

Die Stand-by-Verluste aller elektronischen Geräte in Deutschland sind nach Darstellung des Umweltverbands für jährlich 15 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß verantwortlich. Die Elektronik-Konzerne redeten viel über so genannte grüne Informationstechnik, auch auf der Computermesse Cebit, erklärte BUND-Chef Hubert Weiger. „In Wirklichkeit jubeln sie den Verbraucherinnen und Verbrauchern immer wieder Stromfresser unter.“ Die Bundesregierung müsse auf EU-Ebene endlich scharfe Grenzwerte durchsetzen.

http://www.bund.net/ (AP)

 

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