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Aktuelle Nachrichten – Lebensmittel

Veröffentlichung in "Öko-Test" Auch Bio-Fleischersatz enthält teilweise Schadstoffe

DAPD

29.12.2010

Frankfurt/Main – Auch vegetarischer Fleischersatz mit der Auszeichnung Bio ist teilweise mit Schadstoffen belastet. Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung des Magazins "Öko-Test" hervorgeht, stecken ausgerechnet in zwei Bio-Produkten relativ große Mengen Weichmacher und in einem Pestizide. Auch wenn alle 13 geprüften Bio-Waren und 7 sonstigen Produkte dem Fleischgeschmack sehr nahe kämen, verwendeten die meisten Hersteller darüber hinaus synthetische Geschmacksverstärker. Ein Viertel der geprüften Produkte sei "mangelhaft" oder "ungenügend" gewesen, knapp die Hälfte habe lediglich ein "befriedigend" oder "ausreichend" erreicht. Nur zwei Produkte erhielten die Bestnote.

Relativ große Mengen des Weichmachers Diisononylphthalat (DINP) wurden laut Studie in den Bio-Produkten Pural Vegetarische Bio-Nuggets und Taifun Tofu-Bratgriller Demeter gefunden. Der Stoff gehe gewöhnlich aus Kunststoffen in der Verpackung vor allem auf fettreiche Lebensmittel über und sei gesetzlich reguliert. Bei den Bio-Nuggets im Test sei jedoch die gesetzliche Höchstmenge für den Übergang von DINP der Verpackung auf die Ware überschritten.

Weitere Mängel zeigten sich bei der Herstellung des Fleischgeschmacks. Trotz des Images einer natürlichen Ernährung verzichteten die meisten Hersteller nicht auf geschmacksverstärkende Hefeextrakte oder Aromen, heißt es in der Studie weiter. Drei der untersuchten Produkte enthielten zudem Spuren von Gen-Soja.

"Öko-Test" lehnt sich eigenen Angaben zufolge bei der Bewertung an die gesetzlichen Höchstmengen für Schadstoffe in Lebensmitteln an, ist aber oft noch strenger. Gentechnisch veränderte Produkte könnten nur noch mit "befriedigend" bewertet werden, da der gesetzlich erlaubte Wert von 0,9 Prozent viel zu hoch sei.

(dapd)

 

 

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