Aktuelle Nachrichten – Auto + Verkehr
05.03.2008
München – Oft nicht beachtet: Auch Filter für die Innenraumluft in Autos brauchen Wartung. Darauf weist der TÜV Süd hin. Nahezu alle neuen Autos in Westeuropa haben nach Angaben des TÜV ab Werk Innenraum- oder Pollenfilter, für einige Modelle sind sie nachrüstbar. Alle 15.000 Kilometer oder einmal jährlich müssen sie ersetzt werden. Passiert das nicht, setzt sich der Filter zu. Die Frischluftzufuhr ist schlecht, die Scheiben beschlagen, und im angesammelten Schmutz bilden sich Bakterien und schlechte Gerüche.
Besonders schwerwiegend kann sich die Vernachlässigung der Innenraumluftfilter bei Allergien auswirken. Bei Heuschnupfen sinkt die Konzentrationsfähigkeit, wie der TÜV zu bedenken gibt. So steige das Unfallrisiko für Allergiker im Mai um 30 Prozent. Medikamente, so genannte Antihistaminika, seien am Steuer keine echte Lösung, denn schon eine Tablette könne die Fahrleistung erheblich einschränken. Hilfe bringen intakte Pollenfilter, die für saubere Luft sorgen. Der TÜV Süd rät zum Austausch vor der Pollen-Saison und bei höheren Fahrleistungen auch danach. Um die Wirkung des neuen Filters zu optimieren, sollte man die Fenster beim Fahren möglichst geschlossen halten.
Die meisten Filter können nach Angaben der Experten vom Autofahrer selbst gewechselt werden, für Kfz-Werkstätten bedeutet der Austausch nur einen Handgriff. Statt der einfachen Partikelfilter lassen sich in viele Autos auch problemlos Kombifilter mit Aktivkohle einsetzen. In der Oberklasse sind sie zumeist Serie. Sie filtern zusätzlich nicht nur schlechte Gerüche weg, sondern entlasten Allergiker auch von Belastungen durch reizende Gase wie beispielsweise Ozon. (AP)
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