Frankfurt/Main – Hundehalter sollten ihre Tiere mindestens alle drei Monate entwurmen, um eine Ansteckung mit dem Fuchsbandwurm zu verhindern. „Im Vergleich zu einer Infektion über Waldbeeren spielt das Risiko, sich durch einen Hund mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren, vermutlich die größere Rolle“, erklärt der Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Ulrich Fegeler. Dies gelte vor allem dann, wenn Hunde sich draußen frei bewegten.
Wie Füchse könnten sich Hunde über die Erde oder Beutetiere infizieren, sagt Fegeler. Der Hund scheide die Wurmeier dann über den Kot aus. Eier könnten sich auch im Fell befinden und so beim Streicheln auf die Hände und schließlich in den Mund gelangen. Gefährdet sind nach Angaben des Arztes Menschen, die einen engen Kontakt zum Tier haben, wie vor allem Kinder. „Eltern sollten Kinder immer wieder ermahnen, sich nach dem Streicheln und Toben mit dem Hund die Hände zu waschen – insbesondere vor dem Essen“, rät Fegeler.
Erkrankungen bei jungen Menschen seien allerdings sehr selten und bisher überwiegend bei immungeschwächten Patienten beobachtet worden. Denn es könnten bis zu 15 Jahre verstreichen, bis sich ein Befall bemerkbar mache. In den meisten Fällen breitet sich eine Larve des Fuchsbandwurms in der Leber aus und verursache Beschwerden, wenn sie größer sei und wichtige Strukturen wie Gefäße verdränge. Anzeichen könnten Druckgefühl im Oberbauch, eine verhärtete Leber oder selten auch eine Gelbfärbung der Haut sein.
In Deutschland treten jährlich etwa 13 bis 25 Fälle auf – gehäuft in Süddeutschland. Wenn keine operative Entfernung der Larve möglich sei, müssten die betroffenen Patienten lebenslang ein Chemotherapeutikum einnehmen.
http://www.kinderaerzte-im-netz.de (AP)
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