Wirtschaftsnachrichten - Aktuelle Nachrichten Wirtschaft – Auch US-Verbraucher setzen inzwischen auf spritsparende Autos – DAPD
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Auch US-Verbraucher setzen inzwischen auf spritsparende Autos

DAPD

02.08.2006

Detroit - Die hohen Benzinpreise verhageln den US-Autobauern das Geschäft: Im Juli brachen die Absätze von General Motors, Ford und Chrysler vor allem bei den spritfressenden sportlichen Geländewagen (SUV) und Trucks ein. Der für seine sparsamen Modelle bekannte japanische Hersteller Toyota konnte dagegen erstmals in einem Monat Ford beim Absatz überflügeln. Auch die deutschen Autokonzerne mit Ausnahme von BMW verkauften in einem insgesamt rückläufigen Markt mehr Fahrzeuge.

So setzte Volkswagen im Amerika-Geschäft im Juli den Aufwärtstrend fort. Die Zahl der verkauften Autos stieg um 5 Prozent auf 22.627, wie der Konzern Wolfsburg mitteilte. In den ersten sieben Monaten des Jahres wurden in den USA 138.672 VW-Fahrzeuge abgesetzt, 17,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das meistverkaufte VW-Modell in den USA war weiter der für US-Verhältnisse verbrauchsgünstige Jetta. Seit Januar wurden von dem Modell 63.037 Fahrzeuge verkauft, 21,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

BMW konnte in den ersten sieben Monaten zwar ein Absatzplus von 5,3 Prozent auf 180.857 Fahrzeuge verbuchen. Im Juli zeigten die Verkäufe allerdings deutlich um 12 Prozent nach unten. Während der Rückgang beim Auto-Absatz mit 6,1 Prozent noch relativ moderat ausfiel, brach der Absatz von sportlichen Geländewagen regelrecht um 31,5 Prozent ein. Porsche fuhr dagegen weiterhin auf der Erfolgspur und verzeichnete den besten Juli-Absatz in der Firmengeschichte in Nordamerika. Der Absatz stieg um 12 Prozent auf 3.335 Fahrzeuge. Ein deutliches Plus von 46 Prozent fuhr der 911er ein. Beim sportlichen Geländewagen Cayenne sanken die Auslieferungen dagegen um 23 Prozent. In den ersten sieben Monaten übertraf Porsche die Auslieferungen des Vorjahres mit 33.974 Fahrzeugen um 7 Prozent.

US-Automarkt im Juli rückläufig

Insgesamt verkauften die deutschen Hersteller von Januar bis Juli 11 Prozent mehr Autos und Light Trucks in den USA, während der Gesamtmarkt um 5 Prozent rückläufig war. «Mit über einer halben Million verkaufter Fahrzeuge stehen für die deutschen Hersteller die Ampeln in den USA weiterhin auf Grün», zeigte sich Bernd Gottschalk, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) zufrieden.

Bitter fiel der Juli dagegen vor allem für die großen drei US-Autobauer aus. General Motors musste einen Absatzrückgang von insgesamt 22,2 Prozent hinnehmen, dabei brach der Verkauf von Trucks um 31,2 Prozent ein. Ähnlich auch das Bild bei Ford. Der Absatz verringerte sich um 35,2 Prozent, bei Trucks wurde ein Minus von 44,8 Prozent verzeichnet.

Die US-Sparte von DaimlerChrysler musste einen Absatzrückgang von 37,4 Prozent hinnehmen, wobei sich der Verkauf von Trucks um 40 Prozent verringerte. Mercedes-Benz USA fuhr dagegen mit 21,591 verkauften Autos den höchsten Juli-Absatz in seiner Geschichte ein.

Besonders erfolgreich war der japanische Hersteller Toyota, der ein Absatzplus von 11,7 Prozent verbuchte und Ford mit mehr als 17.000 Fahrzeugen beim Verkauf übertraf. Der japanische Konkurrent Honda setzte 6 Prozent mehr Fahrzeuge ab. Insgesamt sank die Zahl der verkauften Autos im Juli in den USA um 17,4 Prozent auf 1,49 Millionen.

(AP)

 

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