Mainz - Künstliche Aromastoffe in Lebensmitteln sind verbreiteter, als viele Verbraucher denken. Darauf weist die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hin. So seien die synthetisch hergestellte Stoffe nicht nur in Fertigsuppen, Soßenpulvern, Backmischungen und Süßwaren zu finden. Sie kämen auch etwa in Senf, eingelegten Gurken oder Getränken vor. Auch manchen vermeintlich geräucherten Lebensmitteln sei lediglich Raucharoma zugesetzt worden.
Die Lebensmittelindustrie nutze künstliche, naturidentische Stoffe und natürliche Aromen, damit die Produkte immer gleich schmeckten oder um Verluste nach der Verarbeitung auszugleichen. In der Zutatenliste auf der Verpackung erfahre man meist nichts über die Art und Anzahl der zugesetzten Aromen.
Für den täglichen Einkauf empfiehlt die Verbraucherzentrale daher, bei verpackten Lebensmitteln in die Zutatenliste zu schauen und zu vergleichen wie viel Erdbeeranteil etwa im Erdbeerjogurt stecke und oder wie viel Tomatenanteil etwa in der Tomatensuppe. Bei unverpackten Lebensmitteln sollte das Verkaufspersonal um Auskunft gebeten werden.
Inzwischen gibt es laut Verbraucherzentrale auch Fertigprodukte und Tiefkühlkost in Öko-Qualität. Die Richtlinien der Öko-Verbände garantierten nämlich eine schonende Verarbeitung und einen auf ein Minimum begrenzten Einsatz von Zusatzstoffen. Weitere Informationen über Aromastoffe gibt die Ernährungsberatung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz montags von 9 bis 13 Uhr und donnerstags von 13 bis 17 Uhr unter der Rufnummer 01805-60 75 60 30. Der Anruf kostet den Angaben zufolge 0,12 Euro pro Minute.
http://www.vz-rlp.de/
(AP)
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