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Schmetterlingsschutz Auf der Suche nach fliegenden Juwelen

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08.04.2012

Mädchen mit Admiral. Foto: W. Schön/BUND
Mädchen mit Admiral.

Foto: W. Schön/BUND

Das Abenteuer Faltertage geht wieder los! Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat dazu aufgerufen, von April bis Ende Oktober bundesweit Schmetterlinge zu zählen. Mit der seit 2005 alljährlich stattfindenden Zähl-Aktion macht der Umweltverband auf die Bedrohung der Schmetterlinge aufmerksam.

Bei der Aktion "Abenteuer Faltertage" wird mithilfe von Zählbögen nach zehn einfach zu erkennenden und verbreiteten Schmetterlingsarten gesucht. Die gesichteten Exemplare können dem BUND entweder per Post oder online unter www.bund.net/faltertage gemeldet werden. Aus den gewonnenen Daten zieht der BUND Rückschlüsse auf die Entwicklung des Schmetterlingsbestandes in Deutschland.

Obwohl es immer noch viele Schmetterlinge zu geben scheine, seien einige Arten besonders gefährdet, sagte Nehle Hoffer, Schmetterlings-Expertin beim BUND.

"Nur etwa einem Fünftel der Schmetterlingsarten in Deutschland geht es gut. Die meisten Arten leiden vor allem unter der industriellen Land- und Forstwirtschaft durch deren Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln. Pestizide schädigen nicht nur Lebensraum und Nahrungsgrundlage der Schmetterlinge, sondern auch die Insekten direkt", so Hoffer.

Ein möglichst artenreicher Garten oder ein Balkon mit einheimischen Pflanzen helfe den Schmetterlingen beim Überleben, so Hoffer. Die Raupen der Schmetterlinge würden oft nur ausgewählte Pflanzenarten fressen. Ausgewachsene Schmetterlinge benötigten für die Eiablage ebenfalls bestimmte heimische Gewächse. Der BUND empfiehlt deshalb zum Beispiel Brennnesseln stehen zu lassen. Auch der Kauf von Bioprodukten trage zum Schmetterlingsschutz bei. In der Biobranche verzichteten die Landwirte auf den Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln. (BUND)

 

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