Weimar – Aufbruchstimmung bei der Klassik Stiftung Weimar: Nach dem Beschluss des Bundestages, die zweitgrößte deutsche Kulturstiftung zusätzlich mit 45 Millionen Euro auszustatten, sieht Stiftungspräsident Hellmut Seemann voller Optimismus in die Zukunft. „Wir haben im Frühjahr noch nicht gewusst, wie wir die Jahre 2008 und 2009 finanzieren könnten“, erklärte Seemann. Erstmals könne neues Personal eingestellt werden.
Zunächst gehe es jetzt darum, die gefährdeten Bestände der Sammlungen zu sichern und zu restaurieren. Für die Kunstsammlungen werde ein Zentraldepot errichtet, das Anfang 2010 fertig sein werde, für die kostbaren Dichterhandschriften sei ein Spezialmagazin geplant, das 2011 direkt am Goethe- und Schiller-Archiv entstehen könne.
Sobald die Sammlungen gesichert seien, solle das Stadtschloss zu einer neuen Mitte gestaltet werden, in der die kulturellen Zeugnisse vom 16. bis ins 20. Jahrhundert zusammengeführt werden könnten. „Wir brauchen aber auch dringend das Bauhausmuseum“, betonte Seemann. Bisher breche die Geschichte der deutschen Kultur 1925 in Weimar mit dem Auszug des Bauhauses nach Dessau ab. Diese Zäsur sei bis heute nicht überwunden. (AP)
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