Unternehmen – Augenoptiker sehen optimistisch in die Zukunft – DAPD
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Unternehmen

Augenoptiker sehen optimistisch in die Zukunft

DAPD

24.04.2007

Düsseldorf – Die deutschen Augenoptiker sehen optimistisch in die Zukunft. Brillen und Kontaktlinsen seien inzwischen auf einem guten Weg, sich als Lifestyle-Produkte zu etablieren, sagte der Präsident des Zentralverbandes der Augenoptiker (ZVA), Thomas Nosch, am Dienstag in Düsseldorf. Dies beschere den mehr als 8.000 Augenoptikerbetrieben in Deutschland inzwischen wieder erfreuliche Umsatzzuwächse.

Allein im vergangenen Jahr gaben die Verbraucher der ZVA zufolge 3,65 Milliarden Euro für Brillen, Kontaktlinsen und Zubehör aus, 8,5 Prozent mehr als im Vorjahr. In diesem Jahr rechnen die Augenoptiker mit einem weiteren Umsatzplus von 4 bis 5 Prozent.

Dabei geht der Trend immer mehr zur modischen Brille. Die Zahl der verkauften Kontaktlinsen stagnierte 2006. Auf dem Vormarsch waren zuletzt vor allem Metallbrillen, zu Lasten der Kunststoffgestelle. Bei den Brillengläsern selbst setzte sich der Trend zu immer leichteren, dünneren und damit höherwertigen Materialien fort.

Die Branche erholt sich damit in Riesenschritten von dem durch die weitgehende Streichung der Krankenkassenleistungen für Sehhilfen im Jahr 2004 ausgelösten massiven Umsatzeinbruch. Damals waren die Umsätze abrupt um fast ein Drittel gesunken. Inzwischen betragt der Anteil der gesetzlichen Krankenversicherung an den Branchenumsätzen lediglich noch 1,6 Prozent.

Im ersten Quartal 2007 erzielte die Branche laut ZVA allerdings nur ein bescheidenes Umsatzplus von einem Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten. Möglicherweise sei die Mehrwertsteuererhöhung ein Grund für die Kaufzurückhaltung. Dennoch erwarte der Verband für das Gesamtjahr eine Umsatzsteigerung von vier bis fünf Prozent, betonte Nosch.

Der Polarisierung in der Branche setzt sich unterdessen weiter fort. Neben tausenden von mittelständischen Betrieben prägen inzwischen vor allem erfolgreiche Filialisten wie Fielmann oder Apollo-Optik das Bild des Augenoptikergewerbes. Die zehngrößten Filialisten vereinigen laut ZVA 2006 auf sich zwar nur rund 14 Prozent der Optiker-Geschäfte, machten jedoch knapp 40 Prozent des gesamten Branchenumsatzes. (AP)

 

Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.

Folgen Sie uns auf Facebook , Twitter und Google+.

Schlagworte

 
Anzeige
Anzeige