Mit Beginn des neuen Jahres wird Jakob Augstein, der den "Freitag" im Mai 2008 gekauft hatte, selbst die Chefredaktion der Zeitung übernehmen. Das ist nach Informationen der "Welt am Sonntag" am Freitag auf einer Betriebsversammlung verkündet worden. Der alte Chefredakteur, Philip Grassman, wird Augsteins Stellvertreter - ebenso die jetzige stellvertretende Chefredakteurin Jana Hensel.
Der "Freitag", so seine frohe Botschaft, sei auf gutem Weg. Nach Augsteins Darstellung ist die verkaufte Auflage im ablaufenden Jahr um zehn Prozent auf 14.000 Exemplare gestiegen. Vor vier Jahren seien erst rund 7.000 Exemplare abgesetzt worden. "Der `Freitag` wächst", so Augstein. Mit dem Personalabbau in Verlag und Redaktion, wo nun sieben von 40 Stellen gestrichen werden sollen, liege der Kostendeckungsgrad bei 80 Prozent. Falls das Auflagenwachstum anhalte, könne binnen eines Jahres die Verlustzone verlassen werden, sagte Augstein laut Teilnehmern. Bislang musste der in "Freitag", der am Donnerstag erscheint, stets mit "Spiegel"-Gewinnen über Wasser gehalten werden. Jakob Augstein gehört als Testamentsvollstrecker der Erbengemeinschaft des "Spiegel"-Begründers Rudolf Augstein an, die 24 Prozent am Verlag des Hamburger Nachrichtenmagazins hält.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
Betriebsrat des Berliner Verlags warnt vor Personalabbau
(21.11.2012)
DJV fordert soziale Verantwortung bei Gruner + Jahr ein
(21.11.2012)
Berliner Verlag bietet Mitarbeitern Abfindungen an
(20.11.2012)
Berliner Verlag bietet Mitarbeitern Abfindungen an
(20.11.2012)
"FAZ": Gruner und Jahr stellt "Financial Times Deutschland" ein
(20.11.2012)
Ungewisses Schicksal für die "Financial Times Deutschland"
(18.11.2012)
FR-Insolvenz: FDP-General Döring vermutet Polit-Skandal der SPD
(17.11.2012)