Geschichte - Erkenntnisse und Fakten – Aussergewöhnlicher Fund von römischer Kanalisation in Vallon – DAPD
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Holzleitung Aussergewöhnlicher Fund von römischer Kanalisation in Vallon

DAPD

10.09.2008

Vallon – Im freiburgischen Vallon ist eine römische Kanalisation aus dem Winter 32/33 nach Christus entdeckt worden. Archäologen fanden die in Lehm konservierten Holzleitungen bei Ausgrabungen in den Gärten des Römischen Museums, wie der Freiburger Kantonsarchäologe Claus Wolf am Mittwoch bekannt gab.

Es handelt sich um die ältesten datierten römischen Holzleitungen, die bisher in der Westschweiz gefunden wurden. Die Leitungen aus Tannenholz seien ausgesprochen gut erhalten, was den Fund so aussergewöhnlich mache, hiess es. Auf Initiative des Freiburger Kantonsarchäologen Wolf, der auch Konservator des Römischen Museums in Vallon ist, begannen im Jahr 2006 die systematischen Ausgrabungen in der antiken Gartenanlage.

Zunächst wurden dabei Spuren einer landschaftsgärtnerischen Gestaltung gefunden. Mehrere Gräben, die geometrische Mäandermuster formen, wurden freigelegt. In diesem Jahr konzentrierten sich die Ausgrabungen auf den südlichen Hof, wo schliesslich unter einem Schuttplatz die überraschend gut erhaltenen Holzleitungen zum Vorschein kamen. Die Leitungen gehören zu einem unterirdischen Leitungsnetz, das entweder als Abwassersystem oder als Wasserzuleitung für die Brunnen diente.

Die Leitungen bestehen aus ausgehöhlten Tannenbaumstämmen, die gemäss dem Labor für Dendrochronologie im waadtländischen Moudon im Winter 32/33 geschlagen wurden. Das bedeutet, dass die Leitungen bereits bei der ersten Besiedlung der römischen Stätte in Vallon angelegt wurde. Schon früher wurden in der Westschweiz in Avenches (VD) und Cuarny (VD) römische Holzleitungen ausgegraben. (AP)

 

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