Umwelt – Australien will japanische Walfangflotte beobachten – DAPD
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Australien will japanische Walfangflotte beobachten

DAPD

19.12.2007

Das Greenpeace-Schiff "Esperanza"verlässt den Hafen von Auckland, Neuseeland, auf der Suche nach der japanischen Walfangflotte. (AP Photo/NZPA,Wayne Drought)
Das Greenpeace-Schiff "Esperanza"verlässt den Hafen von Auckland, Neuseeland, auf der Suche nach der japanischen Walfangflotte. (AP Photo/NZPA,Wayne Drought)

Canberra – In Vorbereitung eines möglichen juristischen Vorgehens gegen den Walfang lässt Australien japanische Schiffe in der Antarktis beobachten. Dazu würden ein Aufklärungsflugzeug und ein Schiff in die Region entsandt, erklärte Außenminister Stephen Smith am Mittwoch. Sie sollten Fotos und Videoaufnahmen sammeln, die zur Entscheidung über das weitere Vorgehen Australiens herangezogen werden sollen. Canberra erwägt rechtliche Schritte, um das japanische Walfangprogramm zu stoppen.

In den nächsten Tagen werde Australien an der Spitze einer Gruppe von den Ländern, die sich gegen den Walfang einsetzen, einen formellen Protest in Japan einreichen, kündigte Smith weiter an. Japan will in den kommenden Wochen mehr als 1.000 Wale töten, darunter 50 Buckelwale. Es ist das größte Jagdprogramm seit Beginn der Schutzmaßnahmen der Internationalen Walfangkommission (IWC). Japan begründet sein Vorgehen mit Forschungszwecken, das Fleisch der Meeressäuger wird allerdings vermarktet. „Es handelt sich hier um das Schlachten von Walen, nicht um wissenschaftliche Forschung“, sagte Smith bei einer Pressekonferenz.

Vom neuseeländischen Hafen Auckland brach am Mittwoch das Greenpeace-Schiff „Esperanza“ auf. Die Aktivisten auf dem Schiff versuchten, die japanischen Walfangflotte zu finden und „die Wale zu schützen, nicht, die Walfänger anzugreifen“, erklärte Greenpeace-Sprecherin Karli Thomas. Sie kündigte gewaltfreie Aktionen an, um die Jagd zu stoppen. Dabei wollten Aktivisten mit Schlauchbooten zwischen die Jäger und die Wale fahren. Auch ein Schiff der Organisation Sea Shephard Conservation Society befindet sich bereits auf dem Weg in die Antarktis. (AP)

 

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