Konjunktur – Autoabsatz geht in Deutschland zurück – DAPD
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Aktuelle Nachrichten – Konjunktur

Autoabsatz geht in Deutschland zurück

DAPD

22.05.2007

Stuttgart – Die Privatkunden in Deutschland sind zögerlich beim Kauf eines Neuwagens: Wie die Zeitschrift „Auto Motor und Sport“ unter Berufung auf das Marktforschungsinstitut Dataforce am Dienstag in Stuttgart berichtete, sind die privaten Autokäufe von Januar bis April um 27,2 Prozent eingebrochen. Am stärksten betroffen sei Ford.

Die Kölner mussten dem Bericht zufolge im Privatkundengeschäft von Januar bis April einen Einbruch von 54,4 Prozent hinnehmen, gefolgt von BMW (minus 39,1 Prozent), Fiat (minus 38,2 Prozent), Audi (minus 34,6 Prozent), VW (minus 34,4 Prozent) und Opel (minus 29,8 Prozent). Als einziger deutscher Hersteller habe Mercedes-Benz die Einbrüche in Grenzen halten können und ein Minus von nur 6,1 Prozent verkraften müssen.

Den geringsten Rückgang habe Skoda mit 1,6 Prozent verzeichnet. „So etwas habe ich in meiner Laufbahn noch nie erlebt“, sagte Alain Visser, Vertriebs- und Marketing-Chef bei Opel, der Zeitschrift. Das Minus falle höher aus, als auf Grund der gestiegenen Mehrwertsteuer erwartet wurde. Das Prognoseinstitut CSM Worldwide habe deshalb seine Vorhersage für den deutschen Markt von 3,39 Millionen Neuzulassungen in diesem Jahr nach unten auf 3,2 Millionen korrigiert.

In den ersten drei Monaten war der deutsche Automarkt massiv eingebrochen. Es kamen rund 718.000 Autos neu auf die Straßen, was einem Rückgang von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht, wie das Kraftfahrtbundesamt (KBA) berichtet hatte. Im März fiel das Minus mit 6,6 Prozent jedoch kleiner aus als im Januar und Februar.

Hauptgrund für den Rückgang war nach Einschätzung des Verbands der Automobilindustrie (VDA) die Erhöhung der Mehrwertsteuer zu Jahresbeginn. Viele Autokäufer hatten sich noch zuvor eingedeckt, was Ende vergangenen Jahres zu einem starken Plus bei den Neuzulassungen führte. (AP)

 

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