Berlin - Die deutsche Autoindustrie will ihre Motoren so optimieren, dass herkömmlichem Benzin oder Diesel bis zu zehn Prozent Biosprit beigemischt werden kann. Dies kündigte Verbandspräsident Bernd Gottschalk am Freitag in Berlin an. Die Zeit sei reif, die Abhängigkeit vom teuren Erdöl zurückzufahren. «Nachhaltige Mobilität braucht eine nachhaltige Energiebasis», sagte Gottschalk.
Umweltminister Sigmar Gabriel begrüßte die Initiative. Das Ziel, zehn Prozent Beimischung von Biodiesel oder Ethanol zu ermöglichen, «ist sehr ehrgeizig», lobte der SPD-Politiker. Es sei ein gutes Signal für den Klimaschutz, aber auch für den Standort Deutschland, wenn sich die Industrie dieser technologischen Herausforderung stelle. «Ich ermutige die Industrie, in gleicher Weise bei der Erhöhung der Energieeffizienz ihrer Fahrzeugmodelle voranzuschreiten», meinte Gabriel.
Gottschalk verteidigte die Bilanz der Autoindustrie beim Spritsparen. Der Kraftstoffverbrauch sei seit Ende der 70er Jahre um 40 Prozent und seit 1990 um 25 Prozent gesunken. Dieser «erfolgreiche Prozess» werde durch das Ziel einer höheren Beimischung von Biokraftstoffen sinnvoll ergänzt.
Diesel-Fahrzeugen komme künftig - wegen des niedrigeren Verbrauchs - eine besondere Bedeutung zu. «Wer den Klimaschutz ernst nimmt, kommt am Diesel nicht vorbei», meinte Gottschalk.
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