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Kraftfahrt-Bundesamt Automarkt fährt zweistellig aus der Krise

DAPD

02.03.2011

2010 waren Autos wieder Deutschlands wichtigste Exportgüter, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Sie hatten einen Anteil von 16,6 Prozent, rund 160 Milliarden Euro, an den Ausfuhren. Foto: Frances Leader/AP Photo
2010 waren Autos wieder Deutschlands wichtigste Exportgüter, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Sie hatten einen Anteil von 16,6 Prozent, rund 160 Milliarden Euro, an den Ausfuhren.

Foto: Frances Leader/AP Photo

Flensburg/Bad Homburg – Der deutsche Automarkt fährt zweistellig aus der Krise. 15,2 Prozent mehr Zulassungen im Februar meldete das Kraftfahrt-Bundesamt am Mittwoch. Bei den Nutzfahrzeugen waren es sogar 40 Prozent. Die gewaltigsten Sprünge im Vergleich zum Vorjahresmonat machten dabei die großen Fahrzeuge: Bei den Personenwagen waren das Oberklasse-Karossen, Geländewagen und Minivans; bei den Nutzfahrzeugen waren es die Sattelzugmaschinen. Allerdings war der Nutzfahrzeugmarkt in den ersten Monaten 2010 krisenbedingt auch völlig eingebrochen.

224.426 Personenkraftwagen wurden im Februar neu angemeldet, wie die Flensburger Statistiker berichteten. 60 Prozent davon waren gewerbliche Zulassungen, 46,3 Prozent waren Dieselfahrzeuge.

Die Euro-5-Norm wurde nach Angaben des Bundesamtes von 94,3 Prozent der Neuwagen eingehalten. Der durchschnittliche CO2-Wert ist weiter auf 147,8 Gramm pro Kilometer gesunken.

Das Mini-Segment war im Vergleich zum Vorjahresmonat rückläufig (minus 12,3 Prozent). Kleinwagen und Kompaktklasse lagen leicht über Vorjahresniveau. Bei diesen Ergebnissen spielt wohl eine Rolle, dass mit der Abwrackprämie erworbene Wagen noch bis 30. Juni 2010 zugelassen werden konnten.

Citroen und Peugeot mit Minuszahlen

In den anderen Segmenten waren überwiegend zweistellige Zuwachsraten zu beobachten. Dabei machten Minivans und Oberklasse ein Plus von annähernd 50 Prozent. Geländewagen und Wohnmobile erreichten fast die 60-Prozent-Marke. Rückläufige Zulassungszahlen hatten im Februar nur wenige Hersteller zu beklagen: Die französischen Marken Citroen und Peugeot lagen bei minus 15 beziehungsweise minus 6,9 Prozent.

Renault/Dacia behauptete sich erneut als stärkster Importeur mit einem Anteil von 6,0 Prozent. Die deutschen Hersteller konnten ebenfalls ihre Marktanteile halten. VW hatte mit einem Anteil von 21,8 Prozent beziehungsweise 49.000 Neuwagen erneut die meisten Zulassungen. Der große Gewinner war Porsche: Der Stuttgarter Sportwagenbauer übertraf mit plus 71,9 Prozent am deutlichsten den Wert vom Februar 2010.

Nutzfahrzeugmarkt erholt sich noch deutlicher

Auch die anderen Fahrzeugklassen befinden sich überwiegend auf Wachstumskurs. Die Nutzfahrzeugbranche, die vor einem Jahr krisenbedingt völlig darniederlag, machte ein Plus von 41,4 Prozent. Die Sattelzugmaschinen überschritten erneut die 100-Prozent-Marke. Omnibusse allerdings erreichten nicht den Vorjahreswert (minus 16,9 Prozent).

Die deutschen Hersteller verkauften im Februar auf dem US-amerikanischen Markt auch mehr Fahrzeuge als im Vorjahresmonat. Den größten Sprung machte Porsche mit einem Plus von 32 Prozent auf 2.019 Fahrzeuge, wie das Marktforschungsunternehmen Autodata mitteilte. Sie blieben aber weit hinter General Motors (plus 45,8 Prozent) und Toyota (plus 41,8 Prozent) zurück.

Der Präsident des Verbands der Importeure VDIK, Volker Lange, wies darauf hin, dass in den ersten beiden Monaten 2011 rund 230 Elektroautos der VDIK-Mitgliedsunternehmen, "die als einzige Hersteller aus der Serienproduktion liefern können", in Deutschland zugelassen wurden.

2010 waren Autos wieder Deutschlands wichtigste Exportgüter, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Sie hatten einen Anteil von 16,6 Prozent, rund 160 Milliarden Euro, an den Ausfuhren. Gegenüber dem Krisenjahr 2009 bedeutet das einen Zuwachs von 29,7 Prozent.

(dapd)

 

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