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Axel Springer AG weiter auf Wachstumskurs

DAPD

07.03.2007

Mathias Döpfner, Chef der Axel Springer AG. (AP Photo/Franka Bruns)
Mathias Döpfner, Chef der Axel Springer AG. (AP Photo/Franka Bruns)

Berlin – Nach ihrem dritten Rekordergebnis in Folge sieht sich die Axel Springer AG auch in diesem Jahr weiter auf Wachstumskurs. Wie Vorstandschef Mathias Döpfner am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz in Berlin bekannt gab, stieg der Jahresüberschuss 2006 von 231 Millionen auf 291 Millionen Euro. Der Umsatz im Kerngeschäft erhöhte sich auf 2,19 Milliarden Euro. 2007 will das Unternehmen seine Online-Offensive fortsetzen.

Am morgigen Donnerstag startet Springer mit „TV Guide“ eine Programmzeitschrift. Das Blatt soll alle 14 Tage erscheinen und anfangs zum Testpreis von 50 Cent verkauft werden. Döpfner bezeichnete die Zeitschrift als „modernes und konsumfreundliches“ Heft.

Der Vorstandschef betonte, 2006 habe die Axel Springer AG ihre Position als profitabelster deutscher Großverlag weiter ausbauen können. So erhöhte sich das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis (EBITA) um 10,5 Prozent auf 373,8 Millionen Euro (2006: 338,3 Millionen Euro). Damit erreichte der Konzern eine Rendite von 15,7 Prozent. Den Aktionären soll deshalb eine Verdoppelung ihrer Dividende von 1,70 auf 3,50 Euro angeboten werden.

Ausschlaggebend für die gute Entwicklung waren steigende Anzeigenerlöse, mit denen ein leichter Rückgang bei den Vertriebserlösen kompensiert werden konnte. Die Anzeigenerlöse stiegen den Angaben zufolge 2006 im Konzern um 3,5 Prozent. Der Aktienmarkt honorierte die Entwicklung mit einem stetigen Kursanstieg.

Für dieses Jahr prognostizierte Döpfner Anlaufinvestitionen von rund 90 Millionen Euro. „Unser Ziel für 2007 steht fest: Expansion mit Schwerpunkt im digitalen Geschäft“, sagte der Vorstandschef. Der Verlag hofft, 2007 ein Ergebnis auf Vorjahresniveau oder leicht darüber erzielen zu können.

Der Ausbau des Online-Geschäftes könne aber erhebliche Investitionen erfordern, sagte Döpfner. Es gehe dabei um den Transfer der vorhandenen Marken ins Internet mit Synergieeffekten. Dabei sollen die vorhandenen Portale ausgebaut und auch neue Geschäftsmodelle wie E-Commerce oder Auktionsplattformen weiterentwickelt werden. Das Internet-Fernsehen soll als langfristiges Geschäft ausgebaut werden.

Entscheidung über Boulevardzeitung in Frankreich

Als mögliche große Investition erwägt Springer, in Frankreich ein Boulevard-Blatt herauszubringen. „Die Frage ist aber noch offen“, sagte Döpfner. Eine Entscheidung kündigte er bis Ende März an. Probleme bereitete noch die Vertriebslogistik. Noch nicht entschieden ist auch, wie die Axel Springer AG mit ihrem Anteil von 12 Prozent an ProSieben Sat.1 verfahren wird. Das hänge von den strategischen Gestaltungsspielräumen ab, sagte Döpfner. Eine Entscheidung soll vor dem 10. April fallen.

Auch die internationalen Investitionen bewertete das Medienunternehmen überwiegend positiv. So habe sich die polnische Boulevardzeitung „Fakt“ als auflagenstärkstes Blatt am Markt etabliert. Mit der Übernahme von 25,1 Prozent bei Polsat sei der Einstieg in einen führenden polnischen Privatsender gelungen.

Gut aufgestellt sieht Döpfner die Axel Springer AG auch in der Schweiz: Zum 1. Januar 2007 übernahm der Konzern von 99,5 Prozent an der Jean Frey AG, dem Marktführer bei Fachzeitschriften. Mit 25 Prozent ist Axel Springer zudem an dem führenden türkischen Sender Dogan TV beteiligt. Im Internet stärkte das Medienunternehmen seine Position mit einer Beteiligung von 74,9 Prozent an der Preis- und Produktsuchmaschine Idealo.de.

http://www.axelspringer.de/

(AP)

 

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