Berlin – Als Schreibabys gelten Säuglinge, die täglich mehr als drei Stunden an mindestens drei Tagen der Woche und über mehr als drei Wochen aus unerklärlichen Gründen schreien und sich kaum beruhigen lassen. Meist beginnen solche Koliken im Alter von zwei Wochen. Die Schreiattacken treten nach Angaben des Bundesverbands der Kinder- und Jugendärzte meist nachmittags und in der ersten Nachthälfte auf. Durch das Schreien gelangt viel Luft in den Bauch, der dadurch gebläht wird.
Bis zum dritten Lebensmonat schreien dem Berufsverband zufolge etwa 16 Prozent der deutschen Babys in Deutschland exzessiv. Zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat sinkt die Rate dann deutlich auf sechs Prozent. Und nach dem sechsten Lebensmonat weinen noch etwa 2,5 Prozent der Babys ungewöhnlich viel. Zum Vergleich: Gewöhnlich schreien Babys etwa 30 Minuten pro Tag – vor allem dann, wenn sie hungrig oder müde sind. (dapd)
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