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Aktuelle Nachrichten – Universum

Der Pixel-Linsen-Effekt Bahn frei für Entdeckung von Planeten in der Andromeda-Galaxie

DAPD

26.06.2009

Unsere Nachbargalaxie, der Andromeda-Nebel. Die Aufnahme stammt von John Lanoue. (Wikimedia public domain)
Unsere Nachbargalaxie, der Andromeda-Nebel. Die Aufnahme stammt von John Lanoue. (Wikimedia public domain)

Zürich – Eine neue Erkenntnis macht den Weg frei für die Entdeckung von Planeten ausserhalb unserer eigenen Galaxie. Eine internationale Forschergruppe um den Astrophysiker Philippe Jetzer hat gezeigt, dass sich bereits heute extragalaktische Planeten identifizieren liessen, wie die Universität Zürich mitteilte.

Bislang hatte man angenommen, dass die heutigen technischen Mittel nicht ausreichen, um Planeten ausserhalb der Milchstrasse zu identifizieren. Professor Jetzer von der Universität Zürich und seine Forscherkollegen wiesen nun aber nach, dass durch die Beobachtung von Pixel-Linseneffekten theoretisch schon heute Planeten zumindest der benachbarten Andromeda-Galaxie entdeckt werden könnten. Damit sei die Bahn frei für die Entdeckung extragalaktischer Planeten, schrieb die Universität am Freitag.

An der Basis der neuen Erkenntnis steht laut Mitteilung der Gravitationsmikrolinseneffekt. Dieser besagt, dass die Helligkeit eines Sterns durch die Gravitationskräfte eines vor ihm durchziehenden Objekts kurzzeitig vergrössert wird – der Stern erscheint für kurze Zeit heller. Dank dieses Phänomens seien in unserer eigenen Galaxie bereits acht extrasolare Planeten, jeweils Tausende von Lichtjahren entfernt, identifiziert worden. Unklar sei jedoch gewesen, ob mit dieser Methode auch Objekte in Millionen von Lichtjahren Entfernung identifiziert werden könnten. Selbst mit grossen Teleskopen seien Sterne in der zwei Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie Andromeda nicht einzeln erkennbar. Denn jeder Pixel auf den Bildsensoren entspreche dem Licht von Tausenden von Sternen. Die Schwierigkeit bestehe darin, innerhalb dieser Sternhaufen die Helligkeitsschwankungen eines einzelnen Sterns nachzuweisen. Doch genau dies sei den Forschern gelungen: Sie hätten nachgewiesen, dass mit den derzeit zur Verfügung stehenden Mitteln Gravitationsmikrolinseneffekte tatsächlich beobachtbar seien. Ihre Studie wird in der Wissenschaftszeitschrift „Monthly Notices of the Royal Astronomical Society“ publiziert.

Möglicherweise sei der erste Andromeda-Planet gar schon gesichtet worden, schrieb die Universität weiter. So habe nämlich dasselbe Forscherteam im Jahr 2004 eine Beobachtung beschrieben, bei der es sich um einen Stern in Andromeda von der sechsfachen Grösse des Jupiters handeln könnte. (AP)

 

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