Berlin – Die Bahn AG will der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) kein neues Angebot zur Lösung des Tarifstreits vorlegen. Das erklärte das für Personal zuständige Vorstandsmitglied Margret Suckale am Dienstag in Frankfurt während einer telefonischen Pressekonferenz. Die Bahn lässt damit ein Ultimatum der GDL verstreichen. Diese hat für (den morgigen) Mittwoch eine Entscheidung über Streikmaßnahmen angekündigt.
„Wir fordern ganz explizit eine Verhandlungspflicht ein“, sagte Suckale. Die Bahn AG könne „nicht wahrnehmen, dass die GDL sich der Verhandlungspflicht verbunden fühle. Die Managerin machte deutliche, dass bei den Verhandlungen das von der Bahn zuletzt unterbreitete Angebot durchaus modifiziert werden könne. „In der Entgeltstruktur liegen echte Aufstiegsmöglichkeiten“, sagte sie.
Die Bahn hatte der GDL zuletzt Entgelterhöhungen bis zu zehn Prozent angeboten, dafür aber Mehrarbeit verlangt. Auch eine Erhöhung der Einmalzahlung über die mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA vereinbarten 600 Euro hinaus auf 2.000 Euro sei angeboten worden, aber ebenfalls in Form der Auszahlung bisher geleisteter Mehrarbeit.
Die Forderung nach einem eigenen Tarifvertrag für Lokführer oder für GDL-Lokführer lehnte Suckale erneut strikt ab. „Die Tarifeinheit muss bestehen bleiben“, sagte sie. (AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Hohe Bußgelder für Schienenkartell für Preisabsprachen
(05.07.2012)
Mehdorn bittet Merkel um Hilfe
(03.11.2007)
Lokführer dürfen auch den Güterverkehr bestreiken
(02.11.2007)
Industrie warnt Lokführer vor Streiks
(02.11.2007)
BDI dringt auf rasche Tarifeinigung bei der Bahn
(02.11.2007)
Milliardenauftrag der chinesischen Bahn für Bombardier
(31.10.2007)
2,7 Millionen Pendler konnten nicht Bahn fahren
(26.10.2007)