Leipzig - In zwei Jahren soll man in großen Teilen Deutschlands Fernsehen auf tragbaren Geräten wie etwa Handys empfangen können. Der Geschäftsführer von Mobiles Fernsehen Deutschland, Henrik Rinnert, sagte am Mittwoch in Leipzig, die technische Reichweite von Handy-TV werde bis 2008 so weit ausgebaut sein, dass 40 Millionen Menschen erreicht werden können. In fünf Jahren solle Deutschland fast flächendeckend abgedeckt sein.
Das mobile Fernsehen war im Sommer zur Fußball-Weltmeisterschaft eingeführt worden und zunächst in zwölf Großstädten und Ballungsräumen zu empfangen. Bis Ende kommenden Jahres sollen alle Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern in den Genuss des Angebotes kommen. Die Programmauswahl schwankt je nach Standort derzeit zwischen fünf und elf Programmen, immer dabei sind ZDF, N24, MTV, ein Unterhaltungsangebot von Sat.1 und Pro Sieben sowie das so genannte visual Radio des Anbieters BigFM2see. Momentan bietet laut Rinnert zwar erst ein Netzbetreiber seinen Kunden gegen gesondertes Entgelt das Mobilfernsehprogramm an. Mit den anderen Netzbetreibern seien aber bereits Verträge geschlossen oder stünden vor dem Abschluss.
Eine während der Fußball-WM in München durchgeführte Studie ergab, dass die Nutzer von Handy-TV das Angebot vor allem im öffentlichen Nahverkehr in Anspruch nehmen. Am wichtigsten war den Teilnehmern der Studie die Möglichkeit, sich stets aktuell informieren zu können. Nachrichten, Sport, Wetter und Musiksendungen waren am beliebtesten.
(AP)
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