Berlin - Nach seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining hat Michael Ballack einen Zu-Null-Sieg der deutschen Nationalelf am Mittwoch gegen Polen gefordert. «Das wird ein ganz, ganz heißer Kampf», sagte der 29-jährige Kapitän am Montag in Berlin. Polen stehe nach seiner Auftaktniederlage gegen Ecuador unter Druck und es gebe Unruhe im Land und im Team, sagte er. «Aber angeschlagene Boxer sind ja immer am gefährlichsten.»
Ballack erwartet vor allem mehr Zweikämpfe als beim 4:2-Sieg im Eröffnungsspiel gegen Costa Rica. «Da wird es zur Sache gehen. Kein Vergleich zu Costa Rica.»
Ballack hatte zehn Tage an einer Wadenverhärtung laboriert und Montagmorgen erstmals wieder ein komplettes Mannschaftstraining absolviert. «Ich freue mich, dass ich endlich wieder eingreifen kann», sagte der Bayern-Profi, der kommende Saison bei Chelsea London spielt.
Nach dem Sieg im Eröffnungsspiel, das Ballack verletzt verpasst hatte, mahnte der 65-fache Nationalspieler zugleich verstärkte Anstrengungen in der Abwehrarbeit an. Der von Bundestrainer Jürgen Klinsmann propagierte Offensivfußball entspreche zwar dem Charakter der Mannschaft, und sie habe bisher die meisten Tore im Turnier geschossen. Doch gelte es aus seiner Sicht, aus der Defensive heraus das Spiel zu ordnen und erst dann offensiv zu werden. «Das ist der Grundstein», sagte Ballack. Ein Zu-Null-Sieg «wäre schon ein Wunsch», meinte der Kapitän.
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(AP)
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