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Kaum ist sie an der Börse, die Bank of China, da wird bekannt, dass ein Betrugsfall, in den ein Abgeordneter des Volkskongresses der Provinz Henan verwickelt war, verschleiert wurde. Der Abgeordnete erschlich sich mit Hilfe einer Gruppe von Bankmitarbeitern des Kreises Shenqiu über 146 Millionen Yuan (18,2 Millionen US-Dollar).
Derlei groß angelegte Betrügereien wurden von der Bank of China nicht in ihrem Börsenprospekt erwähnt.
Einige Betrugsfälle sind zwar darin aufgelistet, dieser jedoch wurde, obwohl er laut Bericht der chinesischen staatlichen Medien bereits im März ermittelt wurde, verschwiegen. Unter der Überschrift „Spezielle Fälle“ finden sich im Börsenprospekt nur drei Seiten (von insgesamt 627). Die darin aufgelisteten Betrugsfälle liegen vom Ausmaß her alle unter dem des Betrug des Volkkongress-Abgeordneten.
Anhand dieses nun bekannt gewordenen Falles zeigt sich, so spekulieren ausländische Medien, dass Teile der Mitarbeiter der Bank bei passender Gelegenheit jederzeit bereit sind, bei einem Betrug mitzumachen. In den vorliegenden Fall waren der Filialleiter, sein Stellvertreter sowie etliche andere Mitarbeiter verwickelt. Es ist jedoch relativ schwierig, solche von verschiedenen Seiten geduldeten Betrügereien aufzudecken.
Der Abgeordnete befindet sich bereits in Haft.