Aktuelle Nachrichten – Finanzen
29.12.2008
Frankfurt/Main – Vor unüberlegter Verschuldung in Zeiten finanzieller Engpässe warnt die Dresdner Bank die Verbraucher. Wird die Haushaltskasse knapp, weil die Einnahmen sinken oder die Kosten steigen, könnten „ein kühler Kopf und ein wenig Disziplin“ helfen, über die Runden zu kommen, erklären die Bankexperten in Frankfurt am Main.
Einen Kredit für Anschaffungen beispielsweise sollte nur aufnehmen, wer sich die regelmäßige Ratenzahlung auch zutraue, erklären die Fachleute. Besser sei es, regelmäßig zu sparen, beispielsweise auf ein Tagesgeldkonto. „Dann kann man den Konsumwunsch in ein paar Monaten ganz oder teilweise bar zahlen“, meint Dresdner-Bank-Expertin Gabriele Brübach.
Mitunter können Wünsche sogar schneller erfüllt werden. „In jedem Haushalt schlummern Einsparreserven von zehn Prozent und mehr“, erklärt Brübach. Beispiele seien die Umstellung von Versicherungsbeiträgen auf jährliche Zahlung oder Onlineverträge, bessere Planung und Preisvergleiche beim Wocheneinkauf, finanzielle Mithilfe der größeren Kinder durch Jobben, Urlaub außerhalb der Saison und Trennung von „Altlasten“ wie etwa entbehrlichen Zeitschriftenabos. Ein Haushaltsbuch schaffe zudem Klarheit, wo das Geld tatsächlich bleibe.
Besonders fatal könnten sich übereilte Fehlentscheidungen bei Absicherung und Vorsorge auswirken, erklärt die Bank und empfiehlt Beratung von Fachleuten. Auch in Zeiten knapper Kasse sollten Verbraucher keinesfalls Berufsunfähigkeits- oder Risikolebensversicherungen kündigen. „Vor allem junge Leute ohne hohe Rentenansprüche und Familien können finanziell tief fallen, wenn wegen Unfall oder Krankheit Berufsunfähigkeit auftritt oder der Hauptverdiener ausfällt“, mahnt Brübach.
Auch der Rückkauf einer Lebensversicherung sei nicht ratsam, da das hohe Verluste bedeute. Besser sei eine Beitragsfreistellung für die Zeit, bis sich die Finanzsituation wieder gebessert habe. Mitunter helfe auch der Staat, laufende Verträge in klammen Zeiten weiter zu besparen. „Daher prüfen, ob Riester-Förderung, Wohnungsbauprämie, Sonderausgabenabzug bei der Basisrente sowie Freibeträge auf der Steuerkarte auch wirklich ausgeschöpft sind“, rät die Bankexpertin. (AP)
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