Tübingen – Der Abbau von Bauchfett ist im Kampf gegen Diabetes und Herz-Kreislauf-Krankheiten die beste Vorbeugemaßnahme. Denn diese so genannten viszeralen Fettpolster erhöhen die Blutzucker- und Blutfettwerte und verstärken jene Entzündungsvorgänge, die langfristig Herz und Stoffwechsel schädigen. Das ergab nach Angaben der Deutschen Diabetes-Gesellschaft eine Studie der Universität Tübingen.
Die Wissenschaftler stellten bei der Untersuchung von mehr als 400 Menschen fest, dass schon in einer Vorphase der Zuckerkrankheit – also bei so genannten Prä-Diabetikern – die beginnende Insulinresistenz Schäden an den Gefäßen verursacht. Anzeichen einer drohenden Gefäßverkalkung, der Arteriosklerose, beobachteten die Mediziner vor allem bei jenen Testpersonen, die besonders viel Fett am Bauch mit sicher herumtragen.
Verursacht werden diese Schäden nach Angaben der Mediziner durch Hormone und Entzündungsbotenstoffe, die unter anderem vom Bauchfettgewebe produziert werden. Diese Entwicklung sei aber keineswegs unumkehrbar: Eine Umstellung der Ernährung und mehr körperliche Bewegung ließen die Fettspeicher am Bauch schrumpfen, betonen die Forscher. Dadurch verbesserten sich Blutzucker- und Blutfettwerte, und das Risiko einer Folgeerkrankung sinke entsprechend. (AP)