Aktuelle Nachrichten – Wirtschaft
05.08.2006
Osnabrück - Die lang anhaltende Dürre in diesem Sommer wird nach ersten Berechnungen des Bauernverbandes Ernteausfälle in dreistelliger Millionenhöhe zur Folge haben. Allein die Landwirte in Brandenburg werden voraussichtlich Einbußen in Höhe von 150 Millionen Euro zu verkraften haben, wie der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Gerd Sonnleitner, der «Neuen Osnabrücker Zeitung» sagte.
Bei Raps und Getreide liegen die Mindererträge demnach bei bundesweit durchschnittlich 10 bis 15 Prozent. Wo es seit Wochen nicht geregnet habe, gebe es auf leichten Böden auch Verluste von bis zu 80 Prozent, sagte Sonnleitner. Aus Brandenburg würden sogar Totalausfälle gemeldet. Die finanziellen Verluste würden für die Bauern dadurch etwas gemindert, dass wegen der knapperen Ernte die Getreidepreise leicht anzögen.
Sonnleitner sagte, der Bauernverband lehne Hilfen «nach dem Gießkannenprinzip» als Ausgleich für die Dürreschäden ab. Anstelle dessen sollten Prämien für diejenigen Landwirte vorgezogen werden, die durch die Ernteausfälle in ihrer Existenz gefährdet seien. Diese Prämien stünden ihnen sowieso am Jahresende zu und sollten jetzt im September ausgezahlt werden.
(AP)
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