Berlin - Bauern müssen sich in diesem Jahr auf geringere Einkommen gefasst machen. Zwar blieben die Umsätze voraussichtlich auf dem Niveau von 2005, aber «die Einkommen werden nach dem Zwischenhoch des vergangenen Jahres als Folge weiterer Abgabenerhöhungen sinken», sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, der «Passauer Neuen Presse» (Mittwochausgabe). Momentan verdienen Landwirte den Angaben zufolge durchschnittlich 2.000 Euro im Monat.
«Weil davon noch soziale Sicherung und Investitionen bezahlt werden müssen, sind die tatsächlichen verfügbaren Einkommen weit geringer», sagte Sonnleitner. Einen weiteren Aufschwung sagte er dagegen dem Bio-Energie-Sektor voraus. «Das wird die Boom-Branche der nächsten Jahrzehnte. Hier wird investiert und werden Arbeitsplätze geschaffen. Wir erwarten auch für 2006 zweistellige Zuwachsraten beim Umsatz.»
Der neuen Bundesregierung stellte der Bauernpräsident insgesamt ein gutes Zeugnis aus. «Der Optimismus wächst. Mit dem Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung sind bessere Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft gesetzt als in der Vergangenheit.»
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