Magdeburg - Der Deutsche Bauernbund (DBB) sowie die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) haben sich gegen den Einsatz der Grünen Gentechnik ausgesprochen. Beide Verbände lehnen den Einsatz von Gentech-Saaten aus «rechtlichen, ethisch-moralischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten ab», erklärte DBB-Präsident Kurt-Henning Klamroth am Donnerstag in Magdeburg. Jede industrielle Forschung führe zwangsläufig zum Abbau von Arbeitskräften in der Landwirtschaft, fügte er hinzu. Zudem würde die Gentechnik eine Wertminderung des Bodens über Jahrzehnte bedeuten.
Der AbL-Bundesvorsitzende Grünen-Europaparlamentarier Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf sprach sich für die Reinhaltung des Saatgutes und einen strengen Nachweis darüber aus. Klamroth kritisierte die Politik des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Dessen Vorsitzender Gerd Sonnleitner sei in Sachen Gentechnik «halbschwanger»: Auf der einen Seite rate er den Bauern wegen strenger Haftungsregeln vom Anbau ab. In Berlin fordere er aber die Aufweichung der Haftung.
Der Deutsche Bauernverband beginnt am kommenden Montag in Magdeburg seine diesjährige Mitgliederversammlung, auf der turnusgemäß Präsident und Vorstand gewählt werden.
(AP)
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