Aktuelle Nachrichten – Unternehmen
18.03.2009
Neustadt/Weinstraße – Trotz Wirtschaftskrise ist die Lust am Heimwerken bei den Bundesbürgern ungebrochen: Der Baumarkt-Konzern Hornbach konnte seinen Nettoumsatz im Geschäftsjahr 2008/2009 um 5,1 Prozent auf 2,75 Milliarden Euro steigern, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Auch für die kommenden Monate zeigte sich Vorstandschef Albrecht Hornbach optimistisch.
„Bisher können wir keine krisenbedingte Kaufzurückhaltung feststellen“, sagte er am Mittwoch. Vieles spreche dafür, dass sich die Menschen in der Rezession wieder stärker auf ihr Zuhause besinnen und in die Verschönerung und Energieeffizienz der eigenen vier Wände investieren würden. „Alles in allem stehen die Vorzeichen für unser Geschäft also nicht schlecht“, sagte der Vorstandschef.
Im größten Teilkonzern Hornbach-Baumarkt-AG mit europaweit 129 Bau- und Gartenmärkten verbesserten sich die Nettoerlöse um 5,2 Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Euro. Flächenbereinigt stiegen die Erlöse den Angaben zufolge um 1,4 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr trugen auch die inländischen Standorte im Geschäftsjahr 2008/2009 mit einen Plus von 1,2 Prozent deutlich zum Wachstum bei. Der Marktanteil von Hornbach in Deutschland stieg bezogen auf das Umsatzvolumen aller inländischen Bau- und Heimwerkermärkte von 8,3 Prozent auf 8,5 Prozent. Dies sei umso erfreulicher, weil die Inflation in den Sommermonaten 2008 langjährige Höchststände erreichte und die Kaufkraft schwächte, erklärte Hornbach.
Die stark gestiegenen Energiepreise hätten jedoch auch dazu geführt, dass immer mehr Verbraucher für das Thema Energiesparen in Haus und Wohnung sensibilisiert worden seien. In seinen breitgefächerten Energiesparsortimenten sehe das Unternehmen daher in den kommenden Monaten ein „enormes Potenzial“, erklärte Hornbach.
Auch in den 37 Filialen außerhalb Deutschlands blieb die Umsatzentwicklung von dem europaweit eingetrübten Konsumklima laut Konzern weitgehend unbeeindruckt. Im Schnitt verbesserten sich die flächenbereinigten Umsätze um drei Prozent. Der Anteil der Auslandsfilialen am Umsatz konnte mit 41 Prozent erstmals die Marke von 40 Prozent knacken.
Zuletzt rückläufige Konzern-Erlöse im vierten Quartal führte das Unternehmen auf einen im Vergleich zum Vorjahr deutlich härteren Winter zurück. Für den Fall jedoch, dass die Wirtschaftskrise tatsächlich massiv im Einzelhandel ankomme, sei Hornbach gut gerüstet, sagte der Konzernchef. Die Kombination aus großen Verkaufsflächen, breitem Sortiment und dauerhaft niedrigen Preisen, werde sich gerade in Krisenzeiten bei den Verbrauchern durchsetzen, erklärte Hornbach.
Die vollständigen Jahresabschlusszahlen sowie den Ausblick auf das am 1. März begonnene neue Geschäftsjahr will der Konzern am 27. Mai bekanntgeben. (AP)
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