Aktuelle Nachrichten – Unterhaltung
03.09.2012
Foto: dapd/Axel Schmidt
Berlin – Fernsehgeräte mit Internetzugang müssen nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) einem besonderen Anspruch an Transparenz gerecht werden. Nutzer müssten klar erkennen können, welche Inhalte sie auf ihren internetfähigen Geräten aufrufen können, sagte der Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder am Montag auf dem Internationalen Medienkongress in Berlin.
Er wolle so verhindern, dass Gerätehersteller Nutzer bevorzugt zu eigenen Angeboten leiten, ohne das deutlich zu machen, sagte Beck. Das könnte passieren, wenn bestimmte Funktionen bereits von vornherein festgelegt seien. Mit den neuartigen Fernsehgeräten können Nutzer sowohl das Fernsehprogramm verfolgen wie auch im Internet surfen oder - ähnlich wie bei Handys - spezielle Anwendungen herunterladen.
Beck will allerdings zunächst auf die Einsicht der Hersteller setzen. Sie müssten sicherstellen, dass Menschen über den eingebauten Internetbrowser auf alle Inhalte im Netz zugreifen könnten und sich nicht nur in einem abgesteckten Bereich des Herstellers bewegten. Nur wenn dort weitreichende Manipulationen auftauchten, "schließe ich auch Regelungen nicht aus", sagte Beck.
Werbeeinblendungen durch die Gerätehersteller seien ebenfalls denkbar, solange diese klar gekennzeichnet seien und die Nutzer die zusätzliche Werbung ausschalten könnten. Er selbst nutze solche Geräte eher nicht, sagte Beck. "Das ändert nichts daran, dass ich davon ausgehe, dass wir solche Hybridangebote als Regel bekommen werden", sagte er.
dapd
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