Aktuelle Nachrichten – Panorama
12.06.2006
Hamburg - Rund 40 Prozent der deutschen Manager sind der Ansicht, dass ihr Privatleben hinter dem Job zurücksteht und grundsätzlich zu kurz kommt. 60 Prozent meinen dagegen, sie hätten genug Zeit für Familie, Sport, Freunde und andere Aktivitäten nach Feierabend. Das ergab eine Umfrage unter 1.000 Führungskräften, die von der Unternehmensberatung Saaman Consultants AG durchgeführt und veröffentlicht wurde.
Während sich Deutschlands Führungskräfte derzeit laut Umfrage über ihre berufliche Situation ausgesprochen positiv äußern, gelingt es einem erheblichen Teil nicht, jenseits der Arbeit für entsprechenden Ausgleich und Zufriedenheit zu sorgen. 32 Prozent der befragten Manager hätten gerne mehr Zeit für Familie, 24 Prozent für Regeneration, 23 Prozent für Freizeitaktivitäten und 22 Prozent für Freunde (Mehrfachnennungen möglich).
Viele sind sogar zu Verzicht bereit, wenn sie dafür mehr Freizeit bekämen: 19 Prozent der Befragten gaben an, für eine geringere Arbeitsbelastung auf Geld zu verzichten, 20 Prozent wären bereit, auf Karrierechancen zu verzichten. Nach Beobachtung von Wolfgang Saaman, dem Initiator der Studie, gibt es diese Wahl aber in der Praxis nicht: Entweder würden Führungskräfte ihr Privatleben dem Job unterzuordnen, oder sie müssen die Position verlassen.
(AP)
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