Frankfurt/Main – Vor Reisen in den Mittelmeerraum oder nach Südosteuropa sollten sich Frauen mit Kinderwunsch unbedingt gegen Hepatitis A und B impfen lassen. Denn eine Erkrankung während der Schwangerschaft erhöht das Risiko einer Früh- beziehungsweise einer Totgeburt. Da die Zeitspanne zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit mit 60 bis 90 Tagen bei Hepatitis B und bis zu 30 Tagen bei Hepatitis A verhältnismäßig lang sei, könne eine Infektion erfolgen, bevor eine Schwangerschaft bekannt sei, warnt Michael Wojcinski vom Berufsverband der Frauenärzte.
Hepatitis A ist vor allem in Urlaubsländern mit niedrigem Hygienestandard weit verbreitet: Anstecken kann man sich zum Beispiel über nicht abgekochte Speisen, unreines Trinkwasser, Nahrungsmittel wie Muscheln oder Kontakt mit einem Infizierten. Die Übertragung von Hepatitis B erfolgt durch Speichel, Sexualkontakte und kontaminiertes Blut, möglicherweise aber sogar auch über Schweiß. Für einen vollständigen Impfschutz gegen beide Hepatitisformen sind drei Injektionen innerhalb eines halben Jahres notwendig.
http://www.frauenaerzte-im-netz.de (AP)
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