Aktuelle Nachrichten Europa – Belastung durch Feinstaub und Stickstoffdioxid weiterhin hoch – DAPD
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Aktuelle Nachrichten – Europa

Belastung durch Feinstaub und Stickstoffdioxid weiterhin hoch

DAPD

26.10.2007

Bern – In der Schweiz sind die Grenzwerte für Luftschadstoffe im vergangenen Jahr weiterhin zum Teil deutlich überschritten worden. Dies gilt vor allem für Stickstoffdioxid, Ozon und Feinstaub, wie der am Freitag veröffentlichte Jahresbericht des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) zur Luftverschmutzung zeigt.

In der Schweiz und den Nachbarländern sei der Ausstoss an Luftschadstoffen immer noch zu hoch, schreibt das BAFU. Trotz Verbesserungen in den letzten 15 Jahren wurden die Immissionsgrenzwerte im vergangenen Jahr zum Teil deutlich überschritten. Beim Stickstoffdioxid wurden vor allem in den grossen Städten und entlang der Autobahnen hohe Werte gemessen. An elf Tagen erreichte die Stickstoffdioxidkonzentration an diesen Orten Tagesmittelwerte von über 80 Mikrogramm pro Kubikmeter. Der Grenzwert liegt bei 30 Mikrogramm.

Auch beim Feinstaub wurden in den Städten und vorstädtischen Gebieten Konzentrationen gemessen, welche den Grenzwert deutlich überschreiten. Die Jahresmittelwerte lagen zwischen 23 und 38 Mikrogramm pro Kubikmeter, der Grenzwert der Luftreinhalteverordnung liegt bei 20 Mikrogramm. In den städtischen und vorstädtischen Gebieten wurden zum Teil an bis zu 66 Tagen Werte von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten. Dabei wurden maximale Werte von 115 bis 176 Mikrogramm erreicht. Die Ozonbelastung war laut dem BAFU vergleichbar mit der Belastung der letzten zehn Jahre. Die häufigsten Grenzwertüberschreitungen gab es im Tessin und in den Höhenlagen von rund 1.000 Metern der Alpennordseite.

Verantwortlich für die hohe Belastung mit Stickstoffdioxid, Feinstaub und Ozon ist laut dem Bericht unter anderem auch das Wetter: Anfang Jahr führte eine lang anhaltende Inversionslage zu einer hohen Belastung. Die überdurchschnittliche Besonnung liess die Ozonbelastung über den Vorjahreswert ansteigen. Keine Grenzwertüberschreitungen wurden bei Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Staubniederschlag und den Schwermetallen beobachtet. Die Belastung durch diese Schadstoffe lag mehrheitlich weit unter den Grenzwerten. (AP)

 

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