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Zu Besuch in Deutschland Benedikt XVI. in Deutschland empfangen

Petr Jerabek

22.09.2011

Die viertägige Reise des Papstes steht unter dem Motto "Wo Gott ist, da ist Zukunft" und führt Benedikt XVI. auch nach Erfurt, ins Eichsfeld und nach Freiburg. Foto: Oliver Lang/dapd Photo
Die viertägige Reise des Papstes steht unter dem Motto "Wo Gott ist, da ist Zukunft" und führt Benedikt XVI. auch nach Erfurt, ins Eichsfeld und nach Freiburg.

Foto: Oliver Lang/dapd Photo

Berlin – Papst Benedikt XVI. ist seit Donnerstagvormittag zu Besuch in Deutschland. Das katholische Kirchenoberhaupt wurde auf dem Flughafen Berlin-Tegel mit 21 Ehrensalut-Schüssen begrüßt und von Bundespräsident Christian Wulff und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) empfangen. Kinder überreichten dem Papst Blumen in den Vatikan-Farben Gelb und Weiß.

Die viertägige Reise steht unter dem Motto "Wo Gott ist, da ist Zukunft" und führt Benedikt XVI. auch nach Erfurt, ins Eichsfeld und nach Freiburg. Die offizielle Begrüßungszeremonie sollte dann im Park von Schloss Bellevue folgen, dem Amtssitz des Bundespräsidenten. Dort wollte sich der Papst ins Gästebuch eintragen und eine erste Ansprache halten.

Papst trifft Merkel

Für den Mittag war eine Begegnung des Papstes mit Merkel geplant. Am Nachmittag sollte Benedikt XVI. im Bundestag eine Rede halten, der allerdings zahlreiche Abgeordnete fernbleiben wollten.

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier erwartet von der Rede eine Botschaft zur "Zukunft Europas". "Papst und Kirche machen keine Politik. Aber die Kirche kann eine Vergewisserung über die Grundbedingung bieten, die uns 60 Jahre Frieden beschert hat, also die europäische Einigung", sagte Steinmeier der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstagausgabe). Zeitgleich mit der Rede wollten in der Innenstadt mehrere tausend Menschen mit einem bunten Umzug gegen den Besuch und die Sexualmoral des Papstes protestieren.

70.000 im Olympiastadion erwartet

Im Reichstagsgebäude wollte der Papst sich dann mit Vertretern der jüdischen Gemeinde treffen und danach zum Olympiastadion fahren. Dort sollte der Pontifex mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), zusammentreffen und sich ins Goldene Buch der Stadt eintragen. Zum anschließenden ersten großen Gottesdienst des viertägigen Besuchs wurden 70.000 Menschen erwartet. Für alle Besuchsziele gilt die höchste Sicherheitsstufe.

Es ist der erste offizielle Besuch Benedikts in der Bundesrepublik. Insgesamt ist es aber schon seine dritte Deutschlandreise: 2005 flog er zum Weltjugendtag nach Köln, 2006 besuchte er in seiner bayerischen Heimat München, Altötting, Marktl am Inn, Regensburg und Freising.

 

(dapd)

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